von Jörg Bernhard
Gewinnmitnahmen und Umschichtungen in andere Vermögensklassen wie zum Beispiel Aktien haben dem gelben Edelmetall einen klassischen Fehlstart ins neue Jahr beschert. Bislang beläuft sich das Minus auf 3,7 Prozent. Vor dem Wochenende rutschte der Timingindikator Relative-Stärke-Index mit weniger als 30 Prozent zeitweise sogar in die überverkaufte Zone. Man darf gespannt sein, wie sich die asiatischen Goldkäufe in der anstehenden Handelswoche entwickeln werden. Zuletzt haben die von der SEC gemeldeten Goldverkäufe der US-Milliardäre George Soros und Louis Moore Bacon für schlechte Laune unter den Goldmarktakteuren gesorgt. Ein Rutsch unter die Marke von 1.600 Dollar könnte zu einer erhöhten Verkaufsbereitschaft führen – angesichts der ungelösten Staatsschuldenprobleme in Europa, Japan und den USA dürften sich die Abflüsse aus dem als sicher geltenden Hafen Gold allerdings in Grenzen halten.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 14.55 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 1,30 auf 1.610,80 Dollar pro Feinunze.
Sojabohnen: Bodenbildung bei 14 Dollar
Ergiebige Regenfälle in Südamerika haben Spekulationen ausgelöst, dass Brasilien und Argentinien möglicherweise eine Rekordernte erzielen werden. Für den Preis für Sojabohnen ging es deshalb seit Anfang Februar deutlich bergab. Im Bereich von 1.400 US-Cents scheint sich nun aber eine Bodenbildung abzuzeichnen. Deren Unterschreiten könnte erneuten Verkaufsdruck aufkommen lassen und sollte daher genau im Auge behalten werden.
Am Freitag ging der Sojabohnenpreis mit etwas höheren Notierungen aus dem Handel und legte um 6,20 auf 1.414,60 US-Cents pro Scheffel zu.
Bildquellen: Vitaly Korovin / Shutterstock.com