07.09.2012 21:42
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Gold: Die alternative Währung glänzt wieder

Gold: Auch charttechnisch interessant
Gold und die Schuldenkrise
Die knapp einjährige Konsolidierung beim Goldpreis scheint beendet. Nun deutet ­sowohl fundamental als auch charttechnisch ­vieles auf steigende ­Notierungen hin.
€uro am Sonntag

von Marc Hoffmann, Euro am Sonntag

Gold ist die wohl älteste Währung der Welt. Seine Geschichte beginnt bereits im Jahr 560 vor Christus. Man nimmt an, dass damals König Krösus, der Herrscher der Lyder, zum ersten Mal Gold als Geld verwendete. Denn das Material war beständig und konnte nicht von jedermann hergestellt oder vermehrt werden.

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Diese Eigenschaften machen Gold noch heute wertvoll. Immer wieder betonen Kritiker des modernen Geld­systems, dass mit einer goldgedeckten Währung eine Krise wie 2007/ 2008 hätte verhindert werden können. Gold sei zu knapp, um eine überdimensionierte Finanzbranche mit Geld zu versorgen. Mitt Romney, der republikanische Herausforderer von US-Präsident Barack Obama, geht mit diesem Thema derzeit auf Stimmenfang. Seine Partei nahm daher jüngst die Prüfung einer Rückkehr der USA zum Goldstandard in ihr Wahlprogramm auf.

Vor goldigen Zeiten
Wenngleich dem Ansinnen Romneys wenig Chancen eingeräumt werden, so spricht derzeit doch vieles für ein Goldinvestment. In Europa steht der Herbst der Entscheidungen an. Das Bundesverfassungsgericht muss über die Rechtmäßigkeit des Eurorettungsschirms entscheiden. Griechenland benötigt neue Mit­tel von EU und IWF — sonst droht der Euroaustritt. Und die Europäische Zentralbank wird beweisen müssen, dass es ihr mit der Eurorettung ernst ist. Turbulenzen an den Finanzmärkten sind also programmiert. Das steigert derzeit die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen.

Goldfonds verbuchten in der abgelaufenen Handelswoche neue Rekordzuflüsse. Insgesamt stiegen ihre Bestände um 1,3 Prozent auf 2449 Tonnen. Das entspricht der globalen Goldfördermenge eines Jahres. Unter die Goldkäufer mischten sich zuletzt auch prominente Köpfe wie die Investorenlegende George Soros oder der Hedgefondsmanager John Paulson. Neben wirtschaft­lichen ­Indikatoren sprechen auch technische Faktoren für Gold.

Aus charttechnischer Sicht lief der Goldpreis in den vergangenen Monaten auf eine Dreiecksformation zu. Sprich: Die Preisschwankungen nach oben und unten nahmen stetig ab. Mit dem nun erfolgten Sprung über die obere Dreiecksbegrenzung wurde die Formation jetzt positiv aufgelöst. Zudem konnte auch die 200-Tage-Linie, also der Durchschnittspreis der vergangenen 200 Tage, bei 1.642 Dollar nach oben durchbrochen werden. Der Weg scheint damit frei für steigende Preise. Neben dem physischen Erwerb von Gold können Anleger auch mit einem physisch gedeckten Goldfonds (ETC) von einem Preisanstieg profitieren. Zu empfehlen ist hier die währungsgesicherte Variante des db Physical Gold (ISIN: DE 000 A1E K0G 3) der Deutschen Bank.

Bildquellen: Julian Mezger

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