27.06.2013 08:22
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Gold – wann sollte man kaufen?

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Aktueller Kurs: 1276, Widerstand: 1304, Unterstützung: 1225, Richtung: Abwärts


Aus der Analyse vom 12.06.: Nur um Ihnen die Marken schon mal genannt zu haben: Im Extremfall kann Gold bis in eine Kurszone zwischen 1225 und 1255 abstürzen. Sollte es zu einem totalen Ausverkauf kommen, dann liegt die letzte Hoffnung der Bullen bei etwa 1043 US-Dollar. Es handelt sich dabei nicht um ein wahrscheinliches Szenario, aber behalten Sie diese Zahlen bitte im Hinterkopf.
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Vor zwei Wochen notierte Gold bei 1376 US-Dollar und der ein oder andere Leser hielt diese Warnung vielleicht für etwas übertrieben. Mit einem Tief bei 1269 US-Dollar kamen die Notierungen der von mir angesprochenen Kurszone allerdings schon deutlich näher und auch die aktuelle Erholung steht auf wackeligen Beinen. Garantien gibt es nicht an der Börse, aber ich rechne mit weiteren Schwächeanfällen der Edelmetalle und möchte Ihnen heute zwei Marken nennen, an denen sich mutige Trader und Investoren wieder in den Markt trauen könnten.

Für die Besitzer von Goldaktien und Zertifikaten mit kürzerer Laufzeit ist es vermutlich wenig tröstlich, aber allem Anschein nach wird das niedrige Kursniveau zumindest vermehrt dazu genutzt, um den Bestand an physischem Material zu erhöhen oder überhaupt erst aufzubauen. Laut Aussage der Geschäftsführer von pro aurum, einem großen Edelmetallhändler, führt der Exodus der Papiergoldanlagen (Gold-ETFs) zu einem Ansturm der Käufer. Dabei sollen seit Mitte April durchschnittlich neun Käufer auf einen Verkäufer kommen. Einerseits sagt die Relation zwischen Käufern und Verkäufern noch nichts über die tatsächlich gehandelten Mengen aus und andererseits liegt es in der Natur der Sache, dass ein Goldhändler tendenziell eine bullische Grundhaltung einnimmt. Trotzdem ist es wahrscheinlich, dass gerade private Anleger eher zu den Käufern gehören, während institutionelle Marktteilnehmer gezwungen sind, ihre Bestände in fallende Kurse eher abzubauen, aufgrund der Mittelabflüsse.

Natürlich könnte man den Goldmarkt stundenland von fundamentaler Seite betrachten, vielleicht von sogar philosophischer. Aber die letzten Monate haben eindrucksvoll bewiesen, dass die alte Binsenweisheit „Unsichere Zeiten = Hoher Goldpreis“ keinen Bestand hat. Eine ganz logische Erklärung dafür liegt sicher im Einfluss der Notenbanken. Niedrige Zinsen führen nach klassischer Betrachtungsweise zu erhöhter Inflation. Diese ist aber weit und breit nicht in Sicht, weshalb die Sorge vor einer Geldentwertung (und der damit verbundenen erhöhten Nachfrage) geschwunden ist.


Fazit: Statt uns den Kopf über die Ursachen zu zerbrechen, halten wir uns an den Chart und die Markttechnik. Weiterhin könnte eine Kurszone zwischen 1225 und 1255 US-Dollar etwas Unterstützung bieten und gegebenenfalls für eine kleine Erholung gut sein. Mittelfristig ist ein Test der langfristigen Aufwärtstrendlinie bei etwa 1155 US-Dollar möglich, wobei ein kurzer Ausverkauf bis rund 1055 US-Dollar mit eingeplant werden sollte. Spätestens auf diesem Niveau erhalten Anleger mit Long-Absichten ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis!

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