19.01.2013 15:00
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COT-Report: Goldspekulanten greifen wieder zu

COT-Report: Goldspekulanten greifen wieder zu
Goldpreis
Bei großen und kleinen Goldspekulanten nimmt der Optimismus wieder zu. Darauf deutete zumindest der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report hin.
von Jörg Bernhard

Auch die Anzahl offener Kontrakte, der sogenannte Open Interest, legte vom 8. bis 15. Januar spürbar zu. Deren Zahl erhöhte sich nämlich von 441.304 auf 447.773 Kontrakte (+1,5 Prozent). Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten war ebenfalls eine Aufwärtstendenz zu beobachten. Sie erhöhte sich von 178.472 auf 185.113 Kontrakte (+3,7 Prozent), wobei vor allem die Kleinspekulanten (Non-Reportables) wieder verstärkt zugegriffen haben. Ihre Netto-Long-Position kletterte von 35.664 auf 39.997 Kontrakte (+12,1 Prozent), während bei den Großspekulanten (Non-Commercials) ein Zuwachs von 142.808 auf 145.116 Futures (+1,6 Prozent) zu beobachten war.

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Goldpreis: Hält sich wacker

Aber auch Investoren mit eher langfristigem Anlagehorizont bleiben dem gelben Edelmetall treu. So wurden zum Beispiel von der US-Münzanstalt im Januar bislang bereits 127.000 Feinunzen Gold in Form von Münzen verkauft. Zur Erinnerung: Im Dezember lag diese Verkaufszahl bei lediglich 76.000 Feinunzen und im Januar 2012 kam man auf 127.000 Feinunzen. Angesichts der Tatsache, dass derzeit auch viel Geld in die haussierenden Aktienmärkte fließt, kann man die relative Stärke von Gold als großen Vertrauensbeweis interpretieren.
Aus charttechnischer Sicht ist beim Goldpreis vor allem das markante Überwinden der 200-Tage-Linie positiv zu werten. Die knapp unterhalb von 1.700 Dollar verlaufenden Widerstände erwiesen sich bislang allerdings als heftiges Hindernis. Im März vergangenen Jahres scheiterte das Edelmetall ebenfalls an dieser Hürde und musste danach einen Rücksetzer in den Bereich von 1.550 Dollar hinnehmen. Beim Blick nach unten sticht die Unterstützungszone im Bereich von 1.650 Dollar ins Auge. Diese Marke sollte unbedingt verteidigt werden.

Bildquellen: Julian Mezger
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