von Jörg Bernhard
An den Terminmärkten ist die Anzahl offener Gold-Kontrakte (Open Interest) deutlich angestiegen. Sie erhöhte sich im Berichtszeitraum (31. Januar bis 7. Februar) von 425.133 auf 436.061 Kontrakte (+2,6 Prozent). Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten ging es erneut deutlich nach oben und erhöhte sich von 209.862 auf 221.072 Kontrakte (+5,3 Prozent). Dies stellte den stärksten Optimismus seit fünf Monaten dar. Während es bei kleinen Spekulanten (Non-Reportables) besonders stark nach oben ging, wuchs der Optimismus bei den Großspekulanten (Non- Commercials) nicht ganz so stark. So erhöhte sich die Netto-Long-Position der Kleinspekulanten von 38.503 auf 43.565 Kontrakte (+13,1 Prozent), während bei den Großspekulanten (Non-Reportables) ein Zuwachs von 171.359 auf 177.507 Kontrakte (+3,6 Prozent) zu beobachten war.
Gold: ETF-Nachfrage stützt
Zunächst profitierte das gelbe Edelmetall von der Hoffnung auf eine Einigung der griechischen Regierung mit privaten Gläubigern und der Troika aus IWF, EZB und EU. Vor dem Wochenende gab es diesbezüglich dann einen gehörigen Dämpfer. An den Terminmärkten agieren bekanntlich vor allem kurzfristig orientierte Spekulanten. Deren Nervosität scheint nun zuzunehmen, während auf die Käufer von ETFs weiterhin Verlass ist. Allein der weltgrößte Gold-ETF SPDR Gold Shares verbuchte in der abgelaufenen Handelswoche leichte Zuflüsse von 1.277,14 auf 1.278,65 Tonnen. Laut einer Datenerhebung der Nachrichtenagentur Bloomberg befinden sich die gehaltenen Goldmengen physisch besicherter Gold-Produkte mit 2.388,05 Tonnen nur marginal unter dem am 13. Dezember erzielten Rekordniveau. Summa summarum verbuchte der am aktivsten gehandelte Gold-Future ein Wochenminus in Höhe von 0,9 Prozent. Aus charttechnischer Sicht scheint Gold aktuell etwas angeschlagen zu sein.
Bildquellen: Julian Mezger