09.02.2013 15:00
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COT-Report: Goldspekulanten wieder optimistischer

COT-Report: Goldspekulanten wieder optimistischer
Goldpreis
Laut aktuellem COT-Report ging es mit dem Optimismus der Goldspekulanten wieder etwas bergauf. Vor allem Großspekulanten griffen beherzt zu.
von Jörg Bernhard

Bei der Anzahl offener Kontrakte, dem sogenannten Open Interest, kam es allerdings zu einem erneuten Rückgang. Er reduzierte sich in der Zeit vom 29. Januar bis 5. Februar von 430.718 auf 423.982 Kontrakte (-1,6 Prozent). Die kumulierte Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten wies hingegen eine Aufwärtstendenz auf und kletterte von 167.097 auf 174.607 Kontrakte (+4,5 Prozent). Bei den Großspekulanten (Non-Commercials) nahm der Optimismus besonders deutlich zu. Deren Netto-Long-Position zog nämlich von 126.948 auf 137.465 Futures (+8,3 Prozent) recht kräftig an. Bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) hielt die schlechte Laune hingegen an. Bei ihnen stellte sich ein Rückgang der Netto-Long-Position von 40.149 auf 37.142 Kontrakte (-7,5 Prozent) ein.

Goldpreis: Auf Eurobasis gestiegen

Auf Wochensicht verbuchte der Goldpreis ein leichtes Minus von 0,2 Prozent, aufgrund der markanten Dollarstärke stellte sich auf Eurobasis aber ein Wochengewinn von über zwei Prozent ein. Das Comeback von Silvio Berlusconi in Italien, dessen steigende Umfragewerte die Finanzmärkte verunsicherten, und die Korruptionsvorwürfe gegen die spanische Regierung waren hier die treibenden Kräfte. An den Terminmärkten verlief der Handel allerdings bei relativ geringen Umsätzen. Derzeit sorgen auf der einen Seite sich aufhellende Konjunkturperspektiven für Verkaufsdruck, weil dadurch die Notenbanken ihre Lockerungsmaßnahmen zurückfahren könnten. Auf der anderen Seite wird Gold in den wirtschaftsschwachen Regionen Europa und Japan allerdings immer attraktiver, schließlich hat Japans neuer Premier Shinzo Abe Japans Notenbank zu Aktionen „ermutigt“, den Yen zu schwächen und strebt ein Inflationsziel von zwei Prozent an. In diesem Fall wären japanische Staatsanleihen mit ihren Mini-Zinsen aufgrund des geringeren Substanzwerts deutlich unattraktiver als das gelbe Edelmetall.

Bildquellen: ded pixto / Shutterstock.com
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