29.06.2013 15:00
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COT-Report: Großspekulanten meiden weiterhin Gold

COT-Report: Großspekulanten meiden weiterhin Gold
Goldpreis
Der am Freitag veröffentlichte COT-Report brachte bei Gold wenig Neues zu Tage: Großspekulanten werden immer skeptischer.
von Jörg Bernhard

Mit der Anzahl offener Kontrakte, dem sogenannten Open Interest, ging es zwar signifikant bergauf, der Optimismus unter den spekulativen Marktakteuren bröckelte aber weiter. Vom 18. bis 25. Juni stieg die Zahl offener Gold-Futures von 377.106 auf 390.647 Kontrakte (+3,6 Prozent). Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten war allerdings ein markantes Minus registriert worden. Sie fiel nämlich von 44.115 auf 35.208 Kontrakte (-20,2 Prozent) zurück und markierte damit das niedrigste Niveau seit fast elf Jahren. Bei den Großspekulanten (Non-Commercials) war der nachlassende Optimismus besonders ausgeprägt. Deren Netto-Long-Position reduzierte sich von 43.692 auf 34.152 Kontrakte (-21,8 Prozent). Kleinspekulanten (Non-Reportables) wurden marginal optimistischer. Ihre Netto-Long-Position erhöhte sich von 423 auf 1.056 Kontrakte.

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Gold: Charttechnisch angeschlagen

Mit minus 25,4 Prozent war von der London Bullion Market Association bei Gold der höchste Quartalsverlust seit 1920 festgestellt worden. Auf Wochensicht verbuchte der am aktivsten gehandelte Gold-Future einen Kursverlust von 4,4 Prozent. Vor dem Wochenende führten physische Käufe und Short-Eindeckungen allerdings zur Rückeroberung der Marke von 1.200 Dollar. Aus charttechnischer Sicht bleibt das gelbe Edelmetall dennoch angeknockt. Doch ein starker Verkaufsdruck kam nicht nur von den Terminmärkten, im ETF-Sektor waren ebenfalls erhebliche Abflüsse zu vermelden. So reduzierte sich zum Beispiel beim SPDR Gold Shares, dem weltgrößten physisch besicherten Gold-ETF, die gehaltene Goldmenge um mehr als 20 Tonnen, was einem Gegenwert von immerhin 600 Millionen Euro entspricht. In der kommenden Woche dürfte die Akteure an den Goldmärkten vor allem eine Frage beschäftigen: Geht der Ausverkauf weiter?

Bildquellen: Lisa S. / Shutterstock.com
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