06.04.2013 15:00

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COT-Report: Optimismus der Goldspekulanten auf Talfahrt



COT-Report: Optimismus der Goldspekulanten auf Talfahrt
Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report wies bei Gold unter großen wie kleinen Spekulanten einen deutlich nachlassenden Optimismus aus.

von Jörg Bernhard

Bei der Anzahl offener Kontrakte, dem sogenannten Open Interest, fiel das Minus nicht ganz so heftig aus. Dieser reduzierte sich in der Zeit vom 26. März bis 2. April nämlich von 419.727 auf 417.176 Kontrakte. Mit der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten ging es allerdings erheblich stärker bergab. Sie fiel von 158.473 auf 142.522 Kontrakte (-10,1 Prozent). Während bei den Großspekulanten (Non-Commercials) die Netto-Long-Position von 132.446 auf 120.206 Futures (-9,2 Prozent) zurückfiel, gab es bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) einen Rückgang von 26.027 auf 22.316 Kontrakte (-14,3 Prozent) zu beobachten.

Enttäuschung auf breiter Front

Obwohl Nordkoreas Diktator nicht müde wird, westlichen Ländern zu drohen, sind beim sicheren Hafen Gold derzeit weiterhin Abflüsse zu beobachten. Selbst die Ankündigung der japanischen Notenbank durch massive Staatsanleihekäufe die Märkte mit Liquidität zu fluten und dadurch die Zinsen zu drücken, löste unter den Investoren keine akute Angst vor Inflation. In Deutschland reduzierte sich im März die Teuerungsrate auf 1,4 Prozent und auch mit Blick auf Europa ist angesichts einer März-Inflation in Höhe von lediglich 1,7 Prozent vor allem eines angesagt: Entspannung. In der Nacht zum Dienstag stehen chinesische Inflationsdaten zur Bekanntgabe an. Auch dort deutet vieles auf Entwarnung hin, schließlich soll sich die Teuerung gegenüber dem Vormonat von 3,2 auf 2,4 Prozent besonders deutlich ermäßigen. Notenbanken rund um den Globus könnten dies als Einladung für eine noch expansivere Geldpolitik interpretieren. Vielleicht erinnern sich die Investoren dann wieder an die Vorteile des gelben Edelmetalls, gegenüber Papiere jeglicher Art.

Bildquellen: Worldpics /Shutterstock.com

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