22.12.2012 15:00
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COT-Report: Skepsis der Goldspekulanten wächst

COT-Report: Skepsis der Goldspekulanten wächst
Goldpreis
Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report zeigte einen erneut nachlassenden Optimismus großer wie kleiner Spekulanten auf – mittlerweile den dritten in Folge.
von Jörg Bernhard

Bei der Anzahl offener Gold-Futures, dem sogenannten Open Interest, gab es vom 11. bis 18. Dezember einen leichten Anstieg von 433.586 auf 435.742 Kontrakte (+0,5 Prozent) zu verzeichnen. Die kumulierte Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten wies hingegen einen relativ heftigen Rücksetzer von 214.880 auf 202.134 Kontrakte (-5,9 Prozent) aus. Bei den Großspekulanten (Non-Commercials) ging es mit der Netto-Long-Position im Berichtszeitraum zum Beispiel von 163.699 auf 157.781 Kontrakte (-3,6 Prozent) bergab, während bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) ein Rückgang von 51.181auf 44.353 Futures (-13,3 Prozent) verzeichnet worden war. Da der COT-Report stets auf den Daten vom Dienstag basiert, dürfte sich dieser Optimismus angesichts des jüngsten Goldpreis-Absackers nochmals signifikant reduziert haben.

Goldpreis: Verkäufe zum Jahreswechsel

Am Goldmarkt wollte im Dezember keine rechte Feierlaune aufkommen. Mit dem Kursrutsch unter die Marke von 1.700 Dollar trübte sich das Marktsentiment bei Gold erheblich ein. Die Chance auf den 12. Jahresgewinn in Folge ist dennoch relativ groß. Aktuell beläuft sich das Kursplus auf 5,0 Prozent. Aktuell befindet sich das gelbe Edelmetall im Kampf mit der 200-Tage-Linie. Unterstützung erfährt das gelbe Edelmetall vor allem durch Notenbanken, die einerseits das Niedrigzinsniveau länger beibehalten wollen und andererseits sogar als Goldkäufer auftreten, um ihre Devisenreserven besser zu diversifizieren. Letzteres trifft in erster Linie für Notenbanken aus Schwellenländern zu. Und auch über die Nachfrage physisch besicherter Goldprodukte kann man sich derzeit nicht beklagen. Mit über 2.630 Tonnen nahm die gehaltene Goldmenge aus dieser Ecke im Jahr 2012 im zweistelligen Prozentbereich zu.

Bildquellen: Sebastian Duda / Shutterstock.com
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