von Jörg Bernhard
Bei der Anzahl offener Gold-Futures, dem sogenannten Open Interest, gab es in der Zeit vom 20. bis 27. November einen Zuwachs von 474. 129 auf 479.373 Kontrakte (+1,1 Prozent) zu beobachten. Mit der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten ging es stark bergauf. Sie zog von 236.064 auf 252.047 Kontrakte (+6,8 Prozent) an. Währen bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) bei der Netto-Long-Position ein Plus von 55.249 auf 58.305 Futures (+5,5 Prozent) registriert worden war, stellte sich bei den Großspekulanten (Non-Commercials) ein Zuwachs von 180.518 auf 193.742 Kontrakte (+7,3 Prozent).
Gold-Volatilität zieht kräftig an
Langweilig verlief der Goldhandel in der abgelaufenen Woche wahrlich nicht. Zur Wochenmitte gab es – ausgelöst von den Terminmarktspekulanten – ohne triftigen Grund einen Absacker in Richtung 1.700 Dollar. Dies führte zu einem markanten Anstieg der historischen 20-Tage-Volatilität auf aktuell 15,9 Prozent. Zur Erinnerung: Anfang November wurde hier noch ein Wert im einstelligen Bereich registriert. Die Nervosität an den Terminmärkten übertrug sich allerdings nicht auf den ETF-Sektor – ganz im Gegenteil. Hier sorgten massive Zuflüsse zu einem neuen Rekordwert bei der gehaltenen Goldmenge physisch besicherter Goldprodukte. Laut einer Datenerhebung der Nachrichtenagentur Bloomberg wurden in ETFs mit über 2.619 Tonnen am Donnerstag so viel Gold wie noch nie gebunkert. Aus charttechnischer Sicht wächst die Spannung, da sich das gelbe Edelmetall in Richtung der knapp über der Marke von 1.700 Dollar verlaufenden Unterstützungszone bewegt. Hier verläuft zudem die 100-Tage-Linie. Ein Kursrutsch unter 1.700 Dollar würde das Marktsentiment erheblich eintrüben. Aus fundamentaler Sicht stehen die Ampeln bei Gold allerdings weiterhin auf „Grün“.
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