08.12.2012 15:00
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COT-Report: Terminspekulanten fliehen aus Gold

COT-Report: Terminspekulanten fliehen aus Gold
Goldpreis
Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report wies bei den Goldspekulanten einen regelrechten Einbruch des Optimismus aus.
von Jörg Bernhard

Auch mit der Anzahl offener Gold-Futures, dem sogenannten Open Interest, ging es vom 27. November bis 4. Dezember deutlich bergab. Er reduzierte sich von 479.373 auf 434.416 Kontrakte (-9,4 Prozent). Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten gab es angesichts eines Rückgangs von 252.047 auf 217.596 Kontrakte (-13,7 Prozent) einen massiven Absacker zu beobachten. Während bei der Netto-Long-Position der Großspekulanten (Non-Commercials) ein Minus von 193.742 auf 165.736 Kontrakte (-14,5 Prozent) zu Buche schlug, gab es bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) einen Rücksetzer von 58.305 auf 51.860 Futures (-11,1 Prozent) zu beobachten. Diese Entwicklung dürfte für das Wochenminus des Goldpreises in Höhe von 0,9 Prozent und das zeitweise Unterschreiten der Marke von 1.700 Dollar maßgeblich verantwortlich gewesen sein.

Marke von 1.700 Dollar hart umkämpft

In der abgelaufenen Handelswoche rutschte der am aktivsten gehandelte Gold-Future dreimal unter die Marke von 1.700 Dollar und sorgte dadurch für ein erhöhtes Maß an Unsicherheit. Richtig gefährlich wird es aus charttechnischer Sicht, wenn die Unterstützung im Bereich von 1.675 Dollar verlaufende Unterstützungszone nach unten verlassen wird. Starkes Kaufinteresse kann man weiterhin vor allem bei eher langfristig orientierten ETF-Investoren ausmachen. Ihre „starken Hände“ haben bislang Schlimmeres verhindert. Mit über 2.627 Tonnen markierte laut einer Datenerhebung der Nachrichtenagentur Bloomberg die gehaltene Goldmenge physisch besicherter Goldprodukte zur Wochenmitte einen neuen Rekordwert. Die Analysten von Goldman Sachs prognostizieren dem Goldpreis im kommenden Jahr in Erwartung einer starken US-Wirtschaft allerdings seinen Höhepunkt. Eines dürfte jedenfalls so gut wie sicher sein: Langweilig dürfte das Jahr 2013 wohl kaum werden.

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