04.05.2013 15:00

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GOLDPREIS

COT-Report: Wachsende Skepsis unter Goldspekulanten



COT-Report: Wachsende Skepsis unter Goldspekulanten
Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report wies erneut einen nachlassenden Optimismus unter den Goldspekulanten aus. Kleinspekulanten sind mittlerweile sogar netto short.

von Jörg Bernhard

Mit der Anzahl offener Kontrakte, dem sogenannten Open Interest ging es in der Zeit vom 23. bis 30. April von 415.074 auf 421.087 Kontrakte bergauf. Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten war hingegen eine gegenläufige Entwicklung zu beobachten. Sie reduzierte sich von 104.388 auf 95.563 Kontrakte (-8,5 Prozent) und befindet sich somit auf dem niedrigsten Niveau seit Dezember 2008. Der nachlassende Optimismus war sowohl bei den Großspekulanten (Non-Commercials) als auch bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) zu beobachten. Letztere sind mittlerweile mehrheitlich sogar „bearish“ gestimmt. Ihre Netto-Long-Position in Höhe von 133 Kontrakten wandelte sich in eine markante Netto-Short-Position von 1.489 Futures. Mit der Netto-Long-Position der Großspekulanten ging es im Berichtszeitraum abermals bergab, und zwar von 104.255 auf 97.052 Futures (-6,9 Prozent).

Widersprüchliche Signale

Das gelbe Edelmetall verteidigte in der vergangenen Handelswoche erfolgreich die Marke von 1.450 Dollar. Dabei haben sich die Kursausschläge spürbar beruhigt. So schwankte der Goldpreis in einer relativ engen Tradingrange von moderaten 47,50 Dollar. Bei der Risikokennzahl Volatilität hat sich dies bislang allerdings noch nicht bemerkbar gemacht. Sowohl die historische 20-Tage-Volatilität als auch der Gold-Volatilitätsindex VIX bewegen sich auf einem relativ hohen Niveau.
Ein weiterhin labiles Nachfrageinteresse kann man auch bei physisch besicherten Gold-ETFs feststellen. Beim SPDR Gold Shares, dem weltgrößten seiner Art, halten die Abflüsse weiterhin an. Am gestrigen Freitag ging es mit dessen gehaltenen Goldmenge von 1.069,21 auf 1.065,61 Tonnen bergab. Seit seinem im Dezember erzielten Rekordwert von über 1.353 Tonnen hat der ETF mittlerweile fast 288 Tonnen abgeben müssen. Dies kann zwar als Beleg für ein deutlich erhöhtes Misstrauen gegenüber dem gelben Edelmetall interpretiert werden, unter Berücksichtigung der schlechten Stimmung an den Terminmärkten und im ETF-Sektor kann man dem Goldpreis aber fast schon relative Stärke attestieren.

Bildquellen: Julian Mezger

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