Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur September-Lieferung kostete am Morgen 104,05 US-Dollar. Das waren 79 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) zur Lieferung im August stieg ähnlich stark um 67 Cent auf 88,81 Dollar.
Positive Nachrichten aus China hätten am Morgen die Sorgen vor einer möglichen Eskalation der Euro-Schuldenkrise etwas verdrängen können, hieß es von Händlern. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie im Juli verbessert und erreichte den höchsten Wert seit fünf Monaten. Der entsprechende Index der britischen Großbank HSBC liege zwar mit 49,5 Punkten immer noch knapp unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten, hieß es von Experten. Dennoch deute der Wert auf eine Verbesserung der konjunkturellen Lage in China und damit auf eine stärkere Nachfrage nach Rohöl hin.
Die Konjunkturdaten aus China verdrängten vorerst die trübe Stimmung der Investoren an den Rohstoffmärkten mit Blick auf die jüngste Entwicklung in der Euro-Schuldenkrise. Die drohende Staatspleite in Griechenland und eine Zuspitzung der Lage im Euroland Spanien hatte die Ölpreise in den vergangenen Handelstagen massiv belastet. Zuletzt hatte die US-Ratingagentur Moody' den Ausblick für die deutsche Kreditbewertung in der Nacht zum Dienstag von zuvor "stabil" auf "negativ" gesenkt.
SINGAPUR (dpa-AFX)
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