EMFIS.COM - Randfontein 31.10.2011 (www.emfis.com)
Richtig zur Sache ging es im dritten Quartal des laufenden 2011er-Geschäftsjahrs beim drittgrößten südafrikanischen Gold-Produzenten Harmony Gold, der mit seinem gemeldeten Vierteljahres-Gewinn auf ganzer Linie überzeugen konnte. Verdiente das Unternehmen zwischen Juli und September 2010 lediglich 0,30
Dollar je Aktie, waren es im Vergleichszeitraum dieses Jahres 0,95 Dollar. Da die Produktionsmenge wegen Streik bedingter Förderausfälle über fünf Tage lediglich um 0,5 Prozent auf 328.162 Unzen gesteigert werden. Der Gewinn-Schub ist damit primär auf die höheren Gold-Verkaufspreise zurückzuführen, die in Dollar um 13 Prozent und in südafrikanischen Rand sogar um 20 Prozent zulegten.
Fokus auf Südafrika mit Vor- und NachteilenFür Harmony
Gold ist der
Wechselkurs zwischen US-Dollar und der Heimatwährung von enormer Bedeutung, da die Verkaufserlöse in Dollar, die Kosten hingegen in Rand anfallen. Eine Abwertung des Rands gegen den Dollar führt bei den Südafrikanern daher zu besseren Gewinn-Margen. Im abgelaufenen Quartal war der Umstand, dass Harmony Gold fast 90 Prozent seines Gesamt-Ausstoßes an dem gelben Metall aus Südafrika stammen, angesichts der erwähnten Wechselkurs-Entwicklung ein Vorteil. Bei Wettbewerber wie AngloGold Ashanti oder Gold Fields ist dieser Anteil deutlich geringer. Nachteil an den meisten südafrikanischen Lagerstätten ist allerdings, dass sich der Output nicht so einfach steigern lässt, ohne dass die Kosten völlig aus dem Ruder laufen. Diese Problematik ist dem Harmony-Management aber hinlänglich bekannt, so dass man seit einiger Zeit verstärkt nach Minen-Projekten außerhalb Südafrikas Ausschau hält.
Diese geänderte Strategie wird dazu beitragen, dass man auch in Zukunft rentabel Gold abbauen kann und die Fördermenge sogar deutlich erhöhen kann als im dritten Quartal 2011. Für Gold-Bullen gibt es daher sicherlich erheblich schlechtere
Aktien als die Anteilsscheine von Harmony Gold.