EMFIS.COM - Illovo 18.11.2011 (www.emfis.com)
Anleger des südafrikanischen Edelmetall-Unternehmen Impala Platinum dürften über die Produktionsergebnisse des dritten Quartals nicht besonders begeistert sein: Die Gesellschaft muss in allen Gebieten Produktionseinbußen hinnehmen.
So lag die Brutto-Produktion bei 388.000 Feinunzen
Platin im dritten Vierteljahr dieses Jahres: Ein Rückgang um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum. Ebenso musste die Palladium- und auch die Rhodium-Produktion Federn lassen: Um zwölf Prozent sank die Förderung von Palladium auf 251.000 Feinunzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 53.000 Feinunzen Rhodium wurden im September-Quartal produziert. Im Vergleich zum September-Quartal 2010 stellt dies einen Rückgang um sieben Prozent dar. Teilweise ist das Minus beim Output auf zeitweilige Minen-Schließungen zurückzuführen, die wegen diverser Unfälle erforderlich wurden, um die Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern.
Schrumpf-Kur dürfte weitergehenDas ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Wesentlich unangenehmer für Impala Platinum ist der Umstand, dass die Abbaukosten im dritten Vierteljahr 2011 um 10,2 Prozent gestiegen sind. Wesentlichen Anteil an dieser Kosten-Explosion hatte der unlängst getätigte Tarifabschluss mit der südafrikanischen Minenarbeiter-Gewerkschaft über Gehaltserhöhungen von zehn Prozent. Abgesehen davon nehmen die Kosten bei südafrikanischen Minen-Projekten auch deshalb zu, weil sich die noch vorhandenen Vorkommen in zunehmend größeren Tiefen befinden. Sofern die Platin- und Palladium-Notierungen nicht demnächst wieder in den Rallye-Modus umschalten (womit nicht wirklich zu rechnen ist), dürfte das Produktionsvolumen auch künftig tendenziell sinken.
Angesichts der alles andere als bullischen Aussichten für die Platinmetalle (wir berichteten) sollten Anleger sich genau überlegen, ob man zum jetzigen Zeitpunkt
Aktien von Platin- und/oder Palladium-Produzenten wirklich im Depot braucht – vielleicht eher nicht!