DAX6.050-3,4%  Dow12.119-2,2%  Euro1,24320,6% 
ESt502.069-2,4%  Nas2.748-2,8%  Öl98,82-2,8% 
TDax730,9-2,7%  Nikkei8.440-1,2%  Gold1.6264,2% 

12.09.2011 14:53

Senden

Industrie warnt vor Preisexplosion beim Zucker


    BONN (dpa-AFX) - Vor einer Preisexplosion und Versorgungsengpässen beim Zucker warnt das Infozentrum Zuckerverwender (IZZ) der Industrie. Seit Monaten hätten die Hersteller von Konfitüren, Limonaden, Süß- und Backwaren größte Schwierigkeiten, ihren Bedarf an Zucker zu decken, teilte das IZZ am Montag in Bonn mit. Einige Hersteller hätten bereits auf zusätzliche Aufträge verzichten müssen, weil die Lieferanten die notwendigen Zuckermengen nicht hätten zusagen können. Die Folge sei eine Preisexplosion beim Rohstoff Zucker, die für die Firmen zum Teil existenzgefährdende Züge annehme. Die Ursache sieht das IZZ in der Zuckerquotenregelung der EU.

 

    Das EU-Quotensystem begrenzt die Produktionsmenge von Zucker für die Lebensmittel- und Getränkewirtschaft. Danach dürfen nur 85 Prozent des europäischen Bedarfs aus eigener Erzeugung kommen. Der Rest soll über Importe aus bestimmten Schwellen- und Entwicklungsländern gedeckt werden. Die Zuckerimporte seien jedoch zu einem großen Teil ausgeblieben, da die Produzenten aus diesen Ländern wegen hoher Weltmarktpreise in andere Weltregionen lieferten. Die in dem IZZ zusammengeschlossenen Branchen fordern daher bis 2015 die Erhöhung der Zuckerquote auf 100 Prozent des Eigenbedarfs und danach die völlige Abschaffung des Quotensystems.

 

    Die 2006 eingeführte Quotenreduzierung auf 85 Prozent des Eigenbedarfs war aus Sicht des IZZ eine Fehlentscheidung. Die Lebensmittelhersteller benötigten dringend einen wettbewerbsorientierten EU-Zuckermarkt, der eine freie Markt- und Preisentwicklung sowie Versorgungssicherheit gewährleiste. "Die Zuckerquote muss im Rahmen der aktuellen Neugestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik abgeschafft werden", sagte IZZ-Sprecher Karsten Daum.

 

    Die bestehende Zuckermarktordnung gilt bis 2014/15. Der Reformvorschlag der EU wird am 12. Oktober erwartet. Im IZZ sind Hersteller der Getränkewirtschaft, der Süßwarenindustrie, der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie sowie die Großbäckereien in Deutschland zusammengeschlossen. Die Branchen erwirtschaften nach IZZ-Angaben jährlich einen Umsatz von fast 37 Milliarden Euro, was etwa 1,5 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts entspricht./wae/DP/chs   

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 
  • Relevant
  • Alle
  • Medien
  • Agenturen
  • Extern
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für die Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außrdem auch andere Unternehmen betreffen
Medien: Das schreiben die Medien (z.B. auch die finanzen.net Redaktion) über dieses Unternehmen
Agenturen: Berichte von Presseagenturen (z.B. DPA-AFX) über dieses Unternehmen
Extern: Nachrichten von anderen Webseiten mit Verlinkung auf den Original-Text

ANZEIGE

Rohstoffe in diesem Artikel

Zucker0,19-0,00
-1,59

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.626,0565,35
4,19
Kupfer7.364,00-48,00
-0,63
Ölpreis (WTI)83,17-3,35
-3,87
Silber28,521,04
3,80
Super Benzin1,610,00
0,00
Weizen208,000,00
0,00

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber
1g Goldbarren50,59
0,0
5g Goldbarren224,28
0,0
10g Goldbarren438,78
0,0
1 Uz Goldbarren1.351,15
0,0
Krügerrand1.387,12
0,0
Britannia1.396,32
0,0
Maple Leaf1.388,14
0,0
American Eagle1.394,26
0,0
Zum Edelmetallshop

ANZEIGE

Was halten Sie von nutzergenerierten Chartanalysen auf finanzen.net?
Ich würde liebend gerne mein Wissen über Chartanalyse dem Publikum von finanzen.net zur Verfügung stellen.
Ich kenne mich bei Chartanalyse nicht so gut aus, halte nutzergenerierte Chartanalysen aber für einen echten Mehrwert.
Ich halte nichts von den Methoden der Chartanalyse und habe deshalb auch kein Interesse an nutzergenerierten Analysen.
 Abstimmen