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13.07.2012 09:45

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INTERVIEW

Zentral- und Großbanken schuld: "Der Goldpreis wird bewusst manipuliert"


Raus aus Papiergeld - rein in Gold!, empfiehlt Walter K. Eichelburg, bekennender Euro-Gegner und Betreiber einer der größten Krisenvorsorge Plattformen. Der Gold-Experte sieht den Crash der Eurozone unmittelbar voraus.



finanzen.net: Vor rund einem Jahr hatten Sie prophezeit, dass 2011 das letzte Jahr für die Europäische Gemeinschaftswährung Euro sein wird. Nun haben wir 2012 und der Euro existiert immer noch...

Walter K. Eichelburg: Ja, der Euro existiert immer noch, erhalten durch extreme Notmaßnahmen und Gelddrucken. Denn ein Euro-Crash wird das Welt-Finanzsystem auslöschen und die derzeitigen Eliten von der Macht vertreiben. Aber er kommt sicher, vermutlich noch dieses Jahr.

finanzen.net: Wo sehen Sie den Goldpreis in einem Jahr – mit und ohne Euro-Szenario?

Walter K. Eichelburg: Sollte der Euro in einem Jahr noch existieren, was unwahrscheinlich ist, kann man erwarten, dass auch die derzeitige Goldpreisdrückung noch funktioniert. Ein Goldpreis von etwa $2000/oz ist dann realistisch. Bei dem eher wahrscheinlichen Euro- und Systemcrash ist jeder Goldpreis vorstellbar, vermutlich jenseits über $20000/oz. Gold ist also die Versicherung gegen Euro- und Systemcrash. Daher deckt sich das Smart Money schon Jahre damit ein.

finanzen.net: Die Krisenangst lässt die Anleger hierzulande immer mehr in sichere Anlagen flüchten. Gut 40 Prozent des Geldvermögens wird als Spar-, Sicht-, Termineinlagen und Bargeld gehalten. Wieso hat ihrer Meinung nach ausgerechnet das als "sicherer Hafen" angesehene Edelmetall Gold mit einem Preisverfall zu kämpfen?

Walter K. Eichelburg: Das bei Gold/Silber ist kein Preisverfall, sondern bewusste Preismanipulation durch Zentralbanken und Grossbanken - die Goldpreisdrückung. Man will damit den Anschein erwecken, das Gold kein Ziel für eine Flucht aus dem Geld sein kann. Die Vermögensverwalter und auch die Sparermasse glauben es - noch.

finanzen.net: Was entgegnen Sie Menschen die behaupten, Gold sei nur in guten Zeiten etwas wert, während in Krisenzeiten Güter mit Nutzwert gefragt sind, zu denen das Edelmetall nicht zählt?

Walter K. Eichelburg: Gold ist das Geld seit 3000 Jahren, wo der Wert im Geld selbst drinnen ist. Daher steigt Gold in Krisenzeiten wie schon seit einigen Jahren im Preis. Die Cleveren wissen das und gehen in Gold, die Masse glaubt noch an das überdruckte, real wertlose Papier, auch genannt Währungen.

finanzen.net: Ihrer Meinung nach – wo schwelt der nächste Krisenherd in Europa?

Walter K. Eichelburg: Der aktuelle Gross-Krisenherd ist Spanien mit seinen bankrotten Banken. Die nächsten Krisenherde sind Italien und Frankreich. Wenn es diesen Staaten auch so ergeht wie heute Spanien, dann ist der Euro nicht mehr zu halten.

finanzen.net: Welche Produkte würden Sie unseren Lesen in der aktuellen Marktlage empfehlen?

Walter K. Eichelburg: Papierprodukte kann ich gar keine empfehlen, denn diese gehen in einem grossflächigen Bankencrash mit den Banken unter. Es bleiben nur mehr Gold, Silber und für Millionäre eventuell auch Agrarland und Wald (aber im eigenen Besitz, nicht als Papier).

finanzen.net: Vielen Dank für das Gespräch.

Dipl. Ing. Walter K. Eichelburg beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Geld- und Investmentfragen und ist Autor zahlreicher Artikel auf dem Finanzsektor. Seine Website www.hartgeld.com wurde 2006 gegründet und ist nach eigenen Angaben das meistgelesene Gold- und Krisenportal im deutschsprachigen Raum.

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Kommentare zu diesem Artikel

Seckendhand schrieb:
13.07.2012 15:43:01

@MILVUS Das Papiergold haben wir doch längst, nichts anderes sind GoldFuters. Und man handelt, verspricht eine Menge, welche 3x höher ist, als die Jahresproduktion abdecken könnte. Goldblase kann man das auch nennen! Schon mal drüber nachgedacht?!

goldverteiler schrieb:
11.07.2012 21:00:24

Der arme Herr Eichelburg. Seit Jahren verfolgt ihn dieser Crash-wahn. Für jedes Wochenende sagt er die Schliessung der Bankinstitute voraus. Lieber Herr Eichelburg: Nichts von alledem wird passieren. Der Euro wird 1:1 mit dem Dollar werden, wir werden alle weiter leben,auch Sie, Herr Eichelburg

Milvus schrieb:
10.07.2012 13:26:52

Ich suche die Stelle, in der erklärt wird, wie die Manipulation funktnionieren soll und wie die Großbanken das machen.

Vorstellbar wäre doch, dass Papiergold verkauft wird, das gar nicht physisch abgedeckt ist. Dadurch käme es tatsächlich zu einer Verzerrung des Goldpreises.

gfb schrieb:
10.07.2012 06:56:56

@Moika: Haben Sie sich schon einmal den Kurs der letzten 5 Jahre von der Deutschen Bank angesehen? Haben Sie sich die Kurse von allen europäischen Banken angesehen? Haben Sie sich die Verschuldungssituation von europäischen Staaten näher betrachtet? Haben Sie sich mit Gold abgesichert?

eddykus schrieb:
09.07.2012 16:20:00

sicher-sicher-sicher ist nichts-ausser dem gesetz des lebens-und was das thema gold angeht so ist gold und silber allemal besser als der euro

Seite: 123
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