von Marc Hoffmann, €uro am Sonntag
Nach einer der stärksten Korrekturen in drei Jahren dürften die Kaffeepreise wieder steigen. Unwetterschäden von Kolumbien bis Indonesien haben die Ernteerwartungen auf den niedrigsten Stand seit Juli 2000 gedrückt.
Allein in Kolumbien ist der Kaffeeausstoß im vergangenen Monat um 19 Prozent eingebrochen. Brasilien, der weltgrößte Exporteur, vermeldet ebenfalls einen Rückgang um acht Prozent. Die in London ansässige Internationale Kaffeeorganisation geht daher davon aus, dass die globale Erntemenge in diesem Jahr um 3,7 Prozent sinken wird. Gleichzeitig vermelden die an der Intercontinental Exchange (ICE) angeschlossenen Lagerhäuser, dass ihre Bestände im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent gefallen sind. Damit verringern sich die Vorräte das vierte Jahr in Folge. Die Märkte reagierten bereits auf die schlechtere Versorgungslage. Seit Oktober legten die Preise für hochwertige Arabica-Bohnen spürbar zu. Eine Umfrage unter 18 Rohstoffhändlern ergab, dass bis März mit einem weiteren Preisanstieg von bis zu 15 Prozent zu rechnen ist.
Anleger, die darauf spekulieren wollen, sind mit einem Long-Zertifikat, etwa von der Commerzbank (ISIN: DE 000 CM1 FMC 9), gut beraten.
Bildquellen: Ursula Dodel