von Astrid Zehbe, Euro am Sonntag
Europas Hunger auf Schokolade sinkt: So meldete der Europäische Kakaoverband für das vierte Quartal 2012 einen Rückgang der Kakaoproduktion in Höhe von 6,2 Prozent. Nicht nur für die Produzenten, auch für die Exporteure des Rohstoffs ist das ein Ärgernis. Denn seit Monaten fällt der Kakaopreis. Mitte Februar markierte er ein neues Siebenmonatstief bei 2.124,50 Dollar je Tonne. Derzeit kostet eine Tonne 2.144 Dollar. Belastend ist zudem das Überangebot, das aktuell am Markt herrscht. Seit Oktober sind fast neun Prozent mehr Kakaobohnen in den Häfen der Elfenbeinküste, dem weltgrößten Produzentenland, angeliefert worden als in der Vorjahressaison.
Ursache für das höhere Angebot ist vor allem das gute Wetter der vergangenen Monate in den Kakaoanbaugebieten. Die gegenwärtige Trockenzeit könnte das Blatt jedoch wenden. Momentan ist es so ungewöhnlich regenarm, dass die im April beginnenden Zwischenernten enttäuschend ausfallen könnten. Dies spräche für eine Erholung beim Kakaopreis. Risikobereite Anleger profitieren mit dem währungsgesicherten und endlos laufenden Indexzertifikat der Société Générale (ISIN: DE 000 SG9 BGM 2) von einem möglichen Preisanstieg bei Kakao.
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