31.05.2012 10:29
Bewerten
 (14)

Krisenwährung ade: Gold vor längster Verluststrähne seit 13 Jahren

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Gold als Krisenwährung - das war gestern. Das gelbe Edelmetall steuert seinen vierten Monatsverlust in Folge und damit die längste Verlustserie seit August 1999 an. Zuletzt wechselte die Feinunze (rund 31 Gramm) im physischen Handel für 1.558,75 US-Dollar den Besitzer. Der Barrenpreis liegt im Mai 6,2 Prozent niedriger als im Vormonat. Das ist der größte Preisrutsch, der im laufenden Jahr auf Monatssicht verbucht wurde. Der Wandel vom Krisenschutz zum Risikowert hatte sich schon länger abgezeichnet.

 

    Im Laufe der Finanz- und Bankenkrise ab 2007 kletterte Gold von einem Rekordhoch zum nächsten. Über Jahre konnte das Edelmetall von der erhöhten Nervosität der Investoren profitieren und wurde konsequent als sicherer Hafen angelaufen. Mit der jüngeren Entwicklung der europäischen Staatsschuldenkrise hat sich das Blatt jedoch gewendet: Gold wird seit Mitte vergangenen Jahres zunehmend als riskante Anlage gehandelt und gerät bei Finanzmarktturbulenzen in den Abwärtssog.

 

    Experten können für diesen Wandel zwar einige Faktoren benennen: "Einen zentralen und richtig überzeugenden Grund gibt es aber nicht", räumt Carsten Fritsch ein. Der Rohstoffexperte, der bei der Commerzbank täglich den Goldmarkt beobachtet, findet es besonders bemerkenswert, dass Gold zurzeit viel stärker unter Verkaufsdruck steht als andere Rohstoffklassen. Schließlich gelten viele Rohstoffe im Gegensatz zu Gold als riskante Anlage.

 

    Dennoch gibt es wichtige Ursachen, warum Gold in der Anlegergunst sinkt. So hat der Dollar im Zuge der wieder hochgekochten Euro-Schuldenkrise spürbar an Wert gewonnen. Für viele Anleger verteuert eine feste US-Währung die Anschaffung von Gold, weil das Edelmetall traditionell in Dollar gehandelt wird. Das drückt die Nachfrage und belastet mithin den Goldpreis.

 

    "Darüber hinaus haben die Ölpreise zuletzt deutlich nachgegeben", ergänzt Commerzbank-Experte Fritsch. Dies mindert die Angst vor noch höheren Benzinpreisen und dämpft Inflationsängste. Und da Gold auch ein Schutz gegen eine steigende Geldentwertung ist, verliert das Edelmetall zusehends an Glanz./hbr/bgf/jsl

 

Artikel empfehlen?
  • Relevant1
  • Alle8
  • Medien
  • Agenturen
  • Extern
  • ?
Euro am Sonntag-KolumneIch kaufe jetzt: Falcon Gold Equity FundManuel Pfeiffer von der GVS Financial Solutions GmbH hält Goldminenaktien für unterbewertet und stuft deshalb ein Investment in den Falcon Gold Equity Fund als aussichtsreich ein.
31.07.14
Goldcorp CEO Seeing Improvements in the Gold Sector (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
30.07.14
Barrick Gold Reports Loss (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
29.07.14
29.07.14
Gold Prices Wobble (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
29.07.14
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.283,954,45
0,35
Kupfer7.135,25-22,15
-0,31
Ölpreis (WTI)97,44-0,59
-0,60
Silber20,360,06
0,31
Super Benzin1,520,00
0,07
Weizen168,50-7,00
-3,99

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber
1g Goldbarren40,29
+0,0
5g Goldbarren167,04
+0,0
10g Goldbarren323,76
+0,0
1 Uz Goldbarren990,16
+0,0
Krügerrand1.005,75
+0,0
Britannia1.013,90
+0,0
Maple Leaf1.002,76
+0,0
American Eagle1.011,91
+0,0
Zum Edelmetallshop



Die Bundesregierung hat ein "starkes Signal" von Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland angekündigt: Was halten Sie von dieser Haltung?
Abstimmen
Direkt zu den Ergebnissen

Anzeige