von Jörg Bernhard
Am frühen Morgen wurde aus dem Reich der Mitte eine deutlich besser als erwartete Handelsbilanz gemeldet. Exporte stiegen gegenüber dem Vormonat um 14,1 Prozent, Importe zogen um 6,0 Prozent an. Dies half vor allem dem Kupferpreis wieder auf die Beine, wo das Reich der Mitte als weltweit größter Nachfrager des roten Industriemetalls gilt. Unterstützt wurde diese Einschätzung aber auch vom weltgrößten Aluminiumproduzenten Alcoa, dessen am Dienstagabend prognostizierte Aluminiumnachfrage optimistischer als erwartet ausgefallen war. Einen Dämpfer musste das Industriemetall am Mittwoch jedoch hinnehmen, nachdem an der London Metal Exchange – dem weltweit wichtigsten Handelsplatz für Kupfer – ein Anstieg der Lagervorräte auf den höchsten Stand seit elf Monaten gemeldet worden war. Dies deutet auf ein erhebliches Überangebot hin und spricht daher eher für fallende Kupferpreise.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Kupferpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte US-Future auf High Grade Copper (März) um 0,03 auf 3,7005 US-Cents pro Pfund.
Rohöl: Von Rücksetzer erholt
Zur Wochenmitte gab es nach dem Wochenbericht der Energy Information Administration zunächst einen deutlichen Rückschlag zu beobachten. Negativ überraschte vor allem das Lagerplus in Höhe von 7,4 Millionen Barrel bei Benzin bzw. 6,8 Millionen Barrel bei Heizöl & Diesel. Bereits in der Vorwoche kletterten die gelagerten Mengen um 2,6 bzw. 4,6 Millionen Barrel. Die oben erwähnten Konjunkturdaten aus China ließen den Ölpreis mittlerweile aber wieder nach oben drehen. Am Nachmittag dürfte sich das Interesse der Investoren wieder auf die anstehenden Sitzungen der EZB und der Bank of England sowie auf die Daten vom US-Arbeitsmarkt konzentrieren. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll sich die Zahl der wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe von 372.000 auf 362.000 reduziert haben.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,44 auf 93,54 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,21 auf 111,97 Dollar anzog.
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