Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung kostete gegen Mittag 109,83 US-Dollar. Das waren 20 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Februar stieg um 12 Cent auf 93,84 Dollar.
Am Ölmarkt zeige sich eine leichte Gegenreaktion nach dem deutlichen Preisrutsch vom Vortag, hieß es von Händlern. Die Weltbank hatte ein schwächeres Wachstum der Weltwirtschaft in Aussicht gestellt und damit die Ölpreise unter Verkaufsdruck gesetzt. Experten der Commerzbank schrieben in einem Marktkommentar von "neuen Nachfragesorgen" an den Ölmärkten.
Im weiteren Handelsverlauf dürften die neusten Daten zu den Ölreserven in den USA in den Fokus der Anleger rücken. Die Daten werden am Nachmittag von der US-Regierung veröffentlicht. Die Commerzbank rechnet mit einem Rückgang der Ölvorräte in den USA. Nach der Inbetriebnahme der erweiterten Seaway-Pipeline von den Lagern im amerikanischen Öl-Zentrum in Cushing im Bundesstaat Oklahoma an die amerikanische Golfküste dürften die Vorräte zu sinken beginnen, da "nun hinreichend Rohöl abfließen kann".
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte zuletzt ebenfalls zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) am Dienstag im Durchschnitt 108,35 US-Dollar. Das waren 29 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX)
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