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26.01.2012 12:06

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LIEFERSTOPP

Iran will kein Öl mehr nach Europa liefern


Die iranische Führung plant nach Angaben eines Parlamentsabgeordneten offenbar, das von der EU beschlossene Embargo zu unterlaufen und dem Kontinent den Ölhahn zuzudrehen.

"Ein Ölstopp könnte schon nächste Woche kommen und nicht erst in sechs Monaten, wie es der Boykott aus Europa vorsieht", zitierte die offizielle Website des iranischen Parlaments den Abgeordneten Mohammad Karim Abedi. Er gehört dem Ausschuss für Außen- und Sicherheitspolitik an. Das Parlament werde sich in seiner ersten Sitzung mit der Frage befassen, sagte Abedi weiter. Das Land reagiert damit auf die von der EU am Montag beschlossenen Sanktionen, ab dem 1. Juli kein iranisches Öl mehr einzuführen.

   Die Nachrichtenagentur Fars zitiert einen weiteren Abgeordneten des iranischen Parlaments, der den Europäern harte Konsequenzen vorhält. "Ein abrupter Lieferstopp würde das wirtschaftliche Überleben Europa auslöschen", sagte Nasser Soudani wörtlich.

   Gleichzeitig versucht Iran, auf der Ebene der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) gegen Saudi-Arabien vorzugehen. Das Königreich hatte angekündigt, bei einem Boykott den eigenen Ausstoß zu erhöhen. "Unter dem Statut der OPEC sollte Saudi-Arabien nicht überproduzieren", zitierte die Website des iranischen Parlaments den Abgeordneten Hassan Ghafourifard. Das Mitglied des Energieausschusses forderte das Kartell der Erdölexporteure zu einem außerplanmäßigen Treffen auf, weil Saudi-Arabien das Statut gebrochen habe.

LONDON (Dow Jones)

Bildquellen: Thinkstock/Getty Images

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