28.06.2013 11:04
Bewerten
 (1)

MÄRKTE ASIEN/Andauernde Erholung - Gold weiter um 1.200 Dollar

   (Wiederholung)

Von Thomas Rossmann Die Erholung an den asiatischen Aktienmärkten setzte sich zum Wochenausklang fort - und diesmal machte auch die Börse in Schanghai mit. Bereits am Vortag hatten die nachlassenden Sorgen bezüglich eines möglichen Endes der weltweiten Liquiditätsflut für steigende Kurse gesorgt. Lediglich in China hatten die andauernden Zweifel an einer Erholung der Wirtschaft einen Anstieg verhindert. Doch trotz des Tagesgewinns von 1,4 Prozent war der Juni für den Shanghai-Composite mit einem Minus von 14 Prozent der schwächste Monat seit vier Jahren. Neben den Wachstumssorgen belastete zuletzt vor allem die drohende Kreditklemme das Sentiment. Der Freitag war erst der zweite Handelstag im Juni mit einem positiven Ende.

   Am Rohstoffmarkt notierte der Goldpreis weiter um die Marke von 1.200 Dollar je Feinunze. Am Vortag war er erstmals seit dem 12. August 2010 wieder unter dieses Niveau gefallen. Im asiatischen Handel war der Preis bis auf 1.180,70 Dollar nach unten gerutscht. Damit beträgt das Minus seit Jahresbeginn rund 30 Prozent, allein 13 Prozent davon im Juni. Hauptbelastungsfaktor ist weiterhin das drohende Ende der Wertpapierkäufe durch die US-Notenbank. Überschüssige Liquidität würde damit aus dem Markt genommen, was die Nachfrage nach Gold drücken dürfte. Zudem gehen mit möglicherweise wieder steigenden Zinsen die Inflationsängste zurück. Damit würde die Formel "Gold = Inflationsschutz" an Bedeutung verlieren. Hinzu kommt, dass ein Ende der Stimulierungsmaßnahmen dem Dollar Auftrieb geben würde, was eine Investition in Gold für Investoren aus anderen Währungsräumen immer unattraktiver macht und in der Regel den Preis drückt.

   Gestützt wurde das Sentiment in Asien gleich von mehreren Faktoren. Verwiesen wurde auf die positiven Vorgaben von der Wall Street, wo der Dow-Jones-Index wieder die Marke von 15.000 Punkten zurückeroberte. Daneben sorgten auch Aussagen des Fed-Präsidenten von New York, William Dudley, für Unterstützung. Er hat die Märkte vor Fehlschlüssen zur künftigen Fed-Geldpolitik gewarnt. Die Märkte würden die Signale der Zentralbank falsch verstehen, wenn sie davon ausgingen, dass eine Straffung der Geldpolitik näher gerückt sei, so Dudley. Zudem hat die Industrieproduktion in Japan im Mai mit einem Plus von 2,0 Prozent einen wesentlich stärkeren Anstieg verzeichnet als erwartet. Experten hatten nur mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet.

   Für den Nikkei-Index ging es um 3,5 Prozent auf 13.677 Punkte nach oben, den höchsten Schlussstand seit einem Monat. Hier half vor allem der starke Dollar, der nur noch knapp unter 99 Yen lag. Zudem habe es Positionsanpassungen zum Ende des Fiskaljahres gegeben. "Die Sorgen um die Konjunkturentwicklung in China halten aber weiter an und auch die Nomalisierung des dortigen Geldmarktes ist noch längst nicht abgeschlossen", so Analyst Kenichi Hirano von Tachibana Securities. Mit dem Tankan-Bericht der Bank of Japan und dem Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe aus China stehen am Montag zudem die nächsten wichtigen Termine auf der Agenda.

   Vom starken Dollar profitierten vor allem die Exportwerte. Für die Titel von Toyota Motor ging es um 1,5 Prozent nach oben, die Aktien von Sony gewannen 2,1 Prozent. Die Papiere von Sharp verzeichneten einen Aufschlag von 8,1 Prozent. Das Unternehmen will den Flüssigkristall-Bereich nach China lizenzieren, was eine erhöhte Produktion ohne größere zusätzliche Kosten ermöglicht.

   Die Börse in Sydney hinkte mit minus 0,2 Prozent den anderen Handelsplätzen hinterher. Zwischenzeitlich kämpfte sich der S&P/ASX-200 zwar ins Plus vor, konnte die Gewinne jedoch nicht behaupten. Teilnehmer sprachen von verstärktem "Window-Dressing" am letzten Handelstag des Fiskaljahres. Insgesamt spreche das Umfeld mit einem Abflauen der Sorgen um eine baldige Reduzierung der Wertpapierkäufe der US-Notenbank für weiter steigende Kurse. Für das zweite Quartal steht für den S&P/ASX-200 allerdings ein Abschlag von 3,3 Prozent zu Buche.

   In Südkorea stützten die Aufschläge der Autowerte den Kospi, der um 1,6 Prozent zulegte. Der Sektor sei vor allem wegen des schwachen Yens gesucht, hieß es aus dem Handel. Hyundai Motors legten 3,4 Prozent zu und die Aktien von Kia Motors erhöhten sich um 1,6 Prozent. Auch in Hongkong sorgten verstärkte Gelegenheitskäufe zum Monatsende für einen steigenden Hang-Seng-Index, der um 1,8 Prozent zulegte.

   Der Ölpreis für ein Barrel der Sorte WTI notierte bei 97,61 Dollar und baute damit die Gewinne aus dem US-Handel noch leicht aus. Hier stützten weiterhin die leicht positiven US-Konjunkturdaten des Vortages.

=== INDEX Stand +- in % Handelsende aktuell (MESZ) S&P/ASX 200 (Sydney) 4.802,60 -0,18% 08:00 Nikkei-225 (Tokio) 13.677,32 +3,51% 08:00 Kospi (Seoul) 1.863,32 +1,56% 08:00 Shanghai-Composite (Schanghai) 1.979,21 +1,39% 09:00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 20.803,29 +1,78% 10:00 Straits-Times (Singapur) 3.155,24 +1,19% 11:00 KLCI (Malaysia) 1.767,64 +0,92% 11:00

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 10.50 Uhr EUR/USD 1,3046 +0,1% 1,3037 1,3037 EUR/JPY 129,0147 +0,5% 128,3787 127,9937 USD/JPY 98,8950 +0,5% 98,4250 98,1640 USD/KRW 1141,7600 -0,6% 1148,1400 1150,2200 USD/CNY 6,1392 -0,2% 6,1490 6,1490 AUD/USD 0,9244 -0,4% 0,9283 0,9315 === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/cln (END) Dow Jones Newswires

   June 28, 2013 04:33 ET (08:33 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 33 AM EDT 06-28-13

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Goldpreis

  • Relevant4
  • Alle+
  • Medien
  • Agenturen
  • Extern
  • ?
Gold und ErdgasGold: Rückschlag in Richtung 1.200 DollarDer unvermindert starke Dollar zwingt das gelbe Edelmetall weiter in die Knie. Mittlerweile kommt der Goldpreis einer wichtigen Unterstützung wieder gefährlich nahe.
13:23 Uhr
Morningstar Cuts Pimco Flagship Fund Rating To Bronze From Gold (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
07:55 Uhr
29.09.14
Stock Retreat Leads Gold Higher, Silver Falls (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
29.09.14
26.09.14
Gold Slides on Stronger Dollar (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.208,98-6,23
-0,51
Kupferpreis6.655,00-79,75
-1,18
Ölpreis (WTI)91,43-3,01
-3,19
Silber17,05-0,42
-2,41
Super Benzin1,51-0,02
-0,99
Weizen161,75-0,25
-0,15

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber
1g Goldbarren40,26
-0,1
5g Goldbarren166,88
-0,1
10g Goldbarren323,43
-0,1
1 Uz Goldbarren989,14
-0,1
Krügerrand1.004,73
-0,1
Britannia1.012,87
-0,1
Maple Leaf1.001,74
-0,1
American Eagle1.010,88
-0,1
Zum Edelmetallshop

Heute im Fokus

DAX schließt mit deutlichem Plus -- Dow kaum bewegt -- Microsoft zeigt neues Windows -- eBay will PayPal an die Börse bringen -- Zalando: Sind Privatanleger nicht erwünscht? -- Deutsche Bank im Fokus

BaFin könnte BlackRock mit empfindlicher Strafe belegen. Air Berlin kämpft um gemeinsame Flüge mit Etihad. Johnson & Johnson will Alios Biopharma für 1,75 Milliarden US-Dollar übernehmen. EU lässt Russland-Sanktionen in Kraft. Ford-Gewinnwarnung setzt Branche unter Druck. Rocket Internet startet Essens-Lieferdienst in Berlin.
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Index of Economic Freedom 2014

Umfrage

Justizminister Maas will Banken verpflichten, ihre Dispozinssätze auf Ihrer Internetseite zu veröffentlichen. Was halten Sie davon?

Anzeige