04.10.2012 22:48
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MÄRKTE USA/Aktien im Plus - Gold nimmt 1.800 Dollar ins Visier

   Von Claudia Nehrbaß

   Die US-Aktienmärkte haben ihre Kursgewinne am Donnerstag ausgebaut. Der heimische Arbeitsmarkt scheint sich zu stabilisieren, und um die Auftragslage der Unternehmen steht es nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Die Europäische Zentralbank bestätigte erwartungsgemäß ihren geldpolitischen Kurs. Das trieb den Euro nach oben und in seinem Gefolge die Rohstoffpreise. Gold stieg auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr und kam der Marke von 1.800 Dollar je Feinunze gefährlich nahe. Der Ölpreis machte einen guten Teil seiner Vortagesverluste wett.

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   Unterdessen droht Sprint Nextel die Übernahmepläne der Deutschen Telekom für MetroPCS mit einem Gegengebot zu durchkreuzen. Diese von Bloomberg verbreitete Nachricht katapultierte die MetroPCS-Aktie in positives Terrain. Zuvor hatten die Titel im Zuge von Gewinnmitnahmen zeitweise 10 Prozent im Minus gelegen. Zum Handelsende notierten sie um 3,7 Prozent höher bei 12,69 Dollar. Der Kurs von Sprint fiel um 2,1 Prozent auf 5,09x Dollar.

   Mit Wohlwollen reagierte der Markt auf die US-Konjunkturdaten des Tages. In der vergangenen Woche beantragten weniger US-Bürger Arbeitslosenhilfe als erwartet, und die Auftragseingänge brachen im August weniger stark ein als befürchtet.

   Daneben spielte der laufende Präsidentschaftswahlkampf in den USA eine bedeutende Rolle. Die erste Fernsehdebatte am Mittwoch zwischen dem amtierenden Präsidenten Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney hatte der als wirtschaftsfreundlich geltende Romney für sich entschieden. Romney hatte unter anderem Steuererleichterungen für Unternehmen ins Spiel gebracht. Der Ausgang des Streitgesprächs machte sich indessen besonders in Aktien des Gesundheitssektors bemerkbar. Auf diesen kämen tiefgreifende Änderungen zu, wenn Obama wiedergewählt würde.

   Unbeeindruckt zeigte sich der Markt dagegen vom Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung. Es enthielt im wesentlichen nichts Neues.

   Der Dow-Jones-Index stieg um 0,6 Prozent auf 13.575 Punkte. Der S&P-500 gewann 0,7 Prozent auf 1.461 Punkte, und der Nasdaq-Composite legte um 0,5 Prozent auf 3.149 Punkte zu. Das Umsatzvolumen war mit 0,67 Milliarden Aktien ähnlich niedrig wie am Mittwoch. Dabei wurden 2.211 Kursgewinner und 828 -verlierer gesehen. Unverändert schlossen 100 Titel.

   Der Ölpreis erholte sich deutlich von seinem Einbruch am Vortag, nachdem die Türkei Vergeltungsangriffe auf Syrien gestartet hatte. Syrien ist zwar als Ölproduzent weniger bedeutend, doch lassen die militärischen Auseinandersetzungen um die Stabilität in der Region fürchten. Stützend wirkte ferner der Brand in einer Raffinerie von Exxon Mobil, der die Benzin-Futures um über 5 Prozent nach oben trieb. Das Barrel WTI stieg um 4,1 Prozent bzw 3,57 Dollar auf 91,71 Dollar. Die europäische Referenzsorte Brent verteuerte sich um 3,8 Prozent bzw 4,14 Dollar auf 112,31 Dollar.

   Mitverantwortlich für die Erholung des Ölpreises war ferner die Aufwertung des Euro zum US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung zog nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank deutlich an und kostete im späten US-Handel 1,3020 Dollar. Der festere Euro begünstigte auch den Anstieg des Goldpreises. Die Feinunze stieg an der Comex um 0,9 Prozent auf 1.796,50 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit elf Monaten. Rohstoffe wie Öl und Gold werden in Dollar abgerechnet und damit für Käufer aus anderen Währungsgebieten attraktiver, wenn der Dollar abwertet.

   Verlierer war der Anleihemarkt. Dort ließen sinkende Notierungen die Rendite der zehnjährigen Treasurys auf 1,64 Prozent steigen.

   Verkauft wurden ferner Aktien von Krankenhausbetreibern wie HCA Holdings, die um 2,1 Prozent auf 32,18 Dollar fielen. Romney würde die von Obama geplante Gesundheitsreform sofort stoppen, wenn er zum neuen US-Präsidenten gewählt würde. Die Reform, von ihren Gegnern "Obamacare" genannt, sieht die Einführung einer Krankenversicherungspflicht vor. Das würde die Kliniken entlasten, die bislang häufig auf unbezahlten Behandlungskosten sitzenbleiben. Für die Anbieter von Krankenversicherungen wäre ein Scheitern der Reform dagegen positiv. Die Kurse von UnitedHealth und Aetna legten um 2,0 Prozent auf 57,97 Dollar und um 1,7 Prozent auf 42,09 Dollar zu.

   Der Kurs von Applied Materials gab um 0,5 Prozent auf 11,10 Dollar nach. Der Halbleiterhersteller will 900 bis 1.300 Arbeitsplätze abbauen. Davon wären sechs bis neun Prozent der Belegschaft betroffen. Hewlett-Packard-Aktien machten nur einen kleinen Teil ihres Kurseinbruchs vom Mittwoch wett. Sie stiegen um 0,2 Prozent auf 14,94 Dollar. Der Computerkonzern hatte die Anleger am Vortag mit der Mitteilung geschockt, dass die Ertragswende noch Jahre auf sich warten lässt.

=== Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs. Dow Jones Industrial 13.575,36 +0,6% +80,75 S&P-500 1.461,40 +0,7% +10,41 Nasdaq-Composite 3.149,46 +0,5% +14,23 Nasdaq-100 2.828,60 +0,3% +9,76

DEVISEN zuletzt '+/- % Mi, 8.08 Uhr Di, 17.51 Uhr EUR/USD 1,3019 1,00% 1,2891 1,2942 EUR/JPY 102,1413 1,30% 100,8311 100,9630 EUR/CHF 1,2113 0,12% 1,2098 1,2098 USD/JPY 78,4590 0,30% 78,2245 78,0145 GBP/USD 1,6191 0,46% 1,6116 1,6167 === Kontakt zum Autor: claudia.nehrbass@dowjones.com

DJG/DJN/cln (END) Dow Jones Newswires

   October 04, 2012 16:18 ET (20:18 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 18 PM EDT 10-04-12

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