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20.08.2012 17:29

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NACH NEUEN REKORDPREISEN

Ölpreise gönnen sich nach Höhenflug Verschnaufpause


Die Ölpreise haben ihren Höhenflug der vergangenen Wochen vorerst nicht weiter fortgesetzt und sind am Montag leicht zurückgefallen.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Oktober kostete im Nachmittagshandel 113,56 US-Dollar. Das waren 15 Cent weniger als zum Wochenausklang. Das Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) mit Auslieferung im September verbilligte sich um 61 Cent auf 95,41 Dollar. Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) wurde am Montag nicht ermittelt.

   Trotz des leichten Rückschlags an den Ölmärkten zu Beginn der neuen Handelswoche ist der Preis für Brent- und US-Öl seit Anfang Juli um jeweils etwa 20 Prozent gestiegen. Folge sind neue Rekordpreise bei Rohölprodukten. Zu Beginn der neuen Woche war beispielsweise Benzin an deutschen Tankstellen so teuer wie noch nie.

   Experten gehen aber nicht davon aus, dass die Ölpreise das aktuell hohe Niveau lange halten können. Die Commerzbank sieht die Ursache für das vergleichsweise hohe Preisniveau unter anderem bei einem Produktionsrückgang in der Nordsee. Wegen ungewöhnlich umfangreicher Wartungsarbeiten ist ein Teil der Ölförderanlagen nicht in Betrieb.

   Außerdem hätten geopolitische Spannungen im Nahen und Mittleren Osten für Unruhe an den Ölmärkten gesorgt und die Preise getrieben, hieß es weiter von den Commerzbank-Experten. Die Spannungen im Atomstreit mit dem Iran und die Förderausfällen in der Nordsee seien aber nur "vorübergehend" und das Rohöl dürfte im Verlauf der zweiten Jahreshälfte wieder billiger werden, zumal es nach Einschätzung der Commerzbank an den Weltmärkten nach wie vor zu viel Öl gibt./jkr/bgf

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX)

Bildquellen: iStock

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