Nach Aussagen von Fachleuten der Commerzbank erreichte die Spekulation auf weiter steigende Preise beim Soja in der vergangenen Woche mit knapp 233.000 Kontrakten den höchsten Stand seit Anfang Mai. Die Folge: Wegen einer Jahrhundert-Dürre in den Anbaugebieten der Vereinigten Staaten erreichte der meistgehandelte Future-Preis für einen Scheffel (rund 27 Kilo) mit Auslieferung im November am Montag einen neuen Rekordwert bei 17,60 US-Dollar.
Seit Beginn der Vorwoche sei der Soja-Preis um mehr als sechs Prozent gestiegen, hieß es weiter bei der Commerzbank. Offenbar hätten die jüngsten Niederschläge in den amerikanischen Anbaugebieten im Mittleren Westen die Aussichten für die Ernte kaum verbessert. Nach Angaben des US-Wetterdienstes erreichten die Niederschläge in wichtigen Anbaugebieten in den vergangenen 60 Tagen nur etwa die Hälfte der normalen Menge. Viele Anleger spekulieren daher weiter auf steigende Soja-Preise. Die Vereinigten Staaten sind derzeit der weltweit größte Produzent von Sojabohnen.
Zudem haben "spekulative Finanzanleger" auch bei "allen Edelmetallen ihre Wetten auf steigende Preise stark ausgeweitet", hieß es von den Commerzbank-Experten. Am Goldmarkt werde beispielsweise verstärkt auf einen Euro-Krisenherbst spekuliert. Am Montagmorgen erreichte der
Goldpreis in der Spitze 1.676,45
Dollar je Feinunze (etwa 31 Gramm) und damit den höchsten Stand seit Mitte April. Im weiteren Verlauf fiel der Goldpreis aber wieder etwas zurück und stand im späten Vormittagshandel bei 1.670 Dollar.
Bei
Gold stiegen die Wetten auf steigende Kurse in der vergangenen Woche laut Commerzbank um 37 Prozent auf ein Sieben-Wochenhoch von etwa 91.500 Kontrakten. Wegen der Euro-Schuldenkrise rechnen viele Anleger mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik führender Notenbanken. Die Sorge vor einer starken
Inflation als Folge der extrem expansiven Geldpolitik gilt als eine der Haupttriebfedern für den Goldpreis. Neben dem Goldpreis legte auch der Preis für
Silber zu Beginn der neuen Woche "erneut überproportional zu", schrieben die Commerzbank-Experten. Hier sprang der Preis für eine Feinunze am frühen Morgen zum ersten Mal seit Anfang Mai wieder über die Marke von 31 US-Dollar./jkr/bgf CHICAGO/LONDON (dpa-AFX)
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