EMFIS.COM - Melbourne 25.01.2012 (www.emfis.com)
Für den australischen Edelmetall-Produzenten Newcrest Mining verlief das vierte Quartal vergangenen Jahres nicht allzu gut, denn die Australier präsentierten unlängst ihre Produktions-Ergebnisse. Die Gesellschaft musste im Kerngeschäft einen zweistelligen prozentualen Rückgang verbuchen. Im vierten Quartal 2011 produzierte das Unternehmen lediglich 579.073 Feinunzen
Gold sowie 18.171 Tonnen Kupfer. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres förderten die Australier noch 722.783 Feinunzen Gold und 19.228 Tonnen
Kupfer - dies entspricht einem deutlichen Rückgang von 20 Prozent. Im dritten Vierteljahr 2011 konnte die Gesellschaft noch 587.296 Feinunzen des gelben Metalls sowie 19.228 Tonnen Kupfer abbauen.
Bloßer Ausrutscher? Die Ergebnisse des Unternehmens lösen bei Anlegern natürlich keinen Freudentaumel aus, doch woran lag es? Ein Grund ist schnell gefunden, denn der Orkan Heidi verursachte einige Produktions-Ausfälle in den Minen der Australier. Allerdings ist dies kein Argument bezüglich des enorm starken Rückgangs gegenüber dem letzten Quartal 2010. Bedenklich ist auch, dass die Gesellschaft mit immer weiter steigenden Cashkosten aufwartet: Lagen die Produktionskosten im Dezember-Quartal 2010 noch bei 440
Dollar je Feinunze Gold, so erhöhten sich diese im dritten Vierteljahr letzten Jahres bereits auf 594 Dollar pro Feinunze. Im letzten Quartal vergangenen Jahres lagen die Produktions-Kosten sogar noch höher: 606 Dollar je Feinunze Gold kostete die Gesellschaft der Abbau einer Feinunze des Metalls der Könige.
Mittlerweile haben annähernd alle Gold-Produzenten mit steigenden Cashkosten zu kämpfen, und einige Unternehmen müssen noch wesentlich höhere Kosten für den Abbau des gelben Metalls aufwenden. Alles in allem halten sich die Produktions-Kosten bei Newcrest Mining mithin noch in Grenzen, vorausgesetzt, die Gold-Notierungen lassen nicht signifikant nach. Allerdings sollten Anleger die Entwicklung der Newcrest-Mining-Aktie genau im Auge behalten.