NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Experten sprachen trotz des leichten Dämpfers von einer weiterhin kräftigen Nachfrage nach
Rohöl an den Märkten und der US-Ölpreis hielt sich in der Nähe seines Vier-Monatshochs. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung 111,69 US-Dollar. Das waren 20 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar fiel um 34 Cent auf 95,70 Dollar.
An den Ölmärkten rücke die jüngste Entspannung in der Euro-Schuldenkrise etwas stärker in den Mittelpunkt des Interesses, sagte ein Londoner Rohstoffexperte. Die Investoren warten auf neue Impulse durch ein Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Die Finanzminister und beraten im weiteren Tagesverlauf unter anderem über die Lage im hochverschuldeten Euroland Zypern. Allerdings werden keine Beschlüsse zu Zypern erwartet.
Insgesamt sprachen Händler von einem impulsarmen Handel zum Wochenauftakt. In den USA bleiben die Aktienmärkte wegen eines Feiertags geschlossen. Außerdem stehen keine wichtigen Konjunkturdaten aus den USA zur Veröffentlichung an.
Dagegen legte der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) zuletzt weiter zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) am Freitag im Durchschnitt 108,92 US-Dollar. Das waren 91 Cent mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jkr/jsl