FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag nach Gewinnmitnahmen gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Februar-Lieferung kostete am frühen Abend 110,13 US-Dollar. Das waren 1,74
Dollar weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 64 Cent auf 93,17 Dollar.
"Gewinnmitnahmen ließen den Brentölpreis fallen", kommentierten Experten der Commerzbank den Handel. Am Vortag war dieser von Hinweisen auf ein Abflauen der Euro-Schuldenkrise und guten Konjunkturdaten aus China beflügelt worden. Belastet wurden die Ölpreise zudem durch die im Dezember gestiegene Inflationsrate in China. Die höhere Inflation mache es unwahrscheinlicher, dass die chinesische Regierung weitere Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur ergreift, sagten Händler. China ist der zweitgrößte Ölverbraucher der Welt. Der zum US-Dollar deutlich gestiegene Eurokurs bewegte die Ölpreise hingegen kaum.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte hingegen zuletzt weiter zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag im Durchschnitt 109,30 US-Dollar. Das waren 29 Cent mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/he