12.04.2013 14:16
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Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings den Goldpreis in die Höhe treiben?

Kennen Sie den Schmetterlingseffekt?
Als Schmetterlingseffekt bezeichnet man den Effekt, dass in komplexen, nichtlinearen dynamischen Systemen eine große Empfindlichkeit auf kleine Abweichungen in den Anfangsbedingungen besteht. Geringfügig veränderte Anfangsbedingungen können im langfristigen Verlauf zu einer völlig anderen Entwicklung führen[1]. So die Theorie - kleinste Abweichungen können langfristig ein System vollständig und unvorhersehbar verändern. Oder bildlich gefragt: Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen?
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Seit nunmehr 5 Jahren stecken wir in einer Krise. Eine Krise die - langfristig betrachtet - das Produkt von Änderungen bzw. Eingriffen im System ist. Ein wichtiger Grund der derzeitigen Staatsschuldenkrise ist die Banken- und Finanzkrise, die im Jahr 2008 ausgelöst wurde. 2008 wiederum war die Folge von Entscheidungen der Jahre 1999/2000. 1999 wurde von Bill Clinton der Glas-Steagall-Act aufgehoben, der ein Trennbankensystem in den USA vorschrieb. Im Jahr 2000 platzte die so genannten Dot.com Blase, was eine enorme Ausweitung der Geldmenge zur Folge hatte. 1999/2000 war aber auch die Folge von 1971. Dem Jahr, in dem Richard Nixon die Goldbindung des USD aufhob, um mit der Ära des Gelddruckens zu beginnen. Er musste schließlich irgendwie den Vietnam-Krieg finanzieren. 1971 wiederum war die Folge von 1944. Das Jahr, in dem in Bretton Woods der Goldstandard eingeführt wurde, um die weltweiten Wechselkurse zu stabilisieren und in deren Folge der USD zur Leitwährung der Welt aufstieg. Und 1944 war u.a. auch die Folge von 1929 - jenem Jahr, in dem der so genannten "Großen Crash" an der Börse stattfand, die USA in die Great Depression stürzte und eine Weltwirtschaftskrise verursachte. Eine Krise unvorstellbaren Ausmaßes zu einer Zeit, in der man stets von eternal prosperity - dem ewigen Wohlstand sprach.

Ewiges Wachstum und ewiger Wohlstand waren bis 2008 auch hierzulande der Stoff, aus dem europäische Träume gemacht wurden. Bis man mit einem Paukenschlag aufgewacht ist. Den Rest der "Rettungsmaßnahmen" kennen Sie ja. Ähnlich verkatert muss es in den letzten Tagen auch den zyprischen Europäern gegangen sein, denn es kam die wenig überraschende Nachricht, Zypern brauche doch mehr Milliarden als erwartet. Was tun? Ein Schuldenschnitt wie im Falle Griechenlands ist so ohne weiteres nicht möglich, da die Anleihen in diesem Land unter britischem Recht vergeben worden sind. Euro-Gruppenchef Dijsselbloem stellt sich weiterhin ungewohnt stur. Doch am Ende - und das wissen alle Beteiligten - wird schon eines der vielen Mechanismen und Schirme greifen, um dem Land unter die Arme zu greifen. Notfalls wird eben weiter Geld gedruckt.

Doch warum wird unentwegt der Patient mit dem süßen Gift ruhig gestellt, anstatt zu reformieren und die Probleme an der Wurzel zu beheben? Es sind die Lehren und Fehler, welche man aus dem Crash 1929 vermeiden möchte. Damals wurde der Geldhahn radikal zugedreht und das System implodierte regelrecht. Also versucht man jetzt genau das Gegenteil. Zentralbanken, die wie Feuerwehrmänner jeden Brandherd mit frisch gedrucktem Geld löschen und die Märkte mit Liquidität überfluten. Das sind herbe Eingriffe in das System. Eingriffe, die kurzfristig die Gemüter beruhigen, zukünftig aber verheerende Auswirkungen mit sich bringen und langfristig einer Enteignung gleich kommen.

Und der Goldpreis? Der ist weiter im Abwärtsstrudel. Wie vielfach an dieser Stelle berichtet, wird er dies auch einige Zeit bleiben. So lange bis die derzeitige Börsenparty beendet wird. Mit einem Paukenschlag. Wie z.B. einem Kriegsrisiko. Im Iran oder in Nordkorea. Der geneigte Leser tut gut daran auch weiter auf Sachwerte zu setzen. Denn der Schmetterlingseffekt kann bei diesen Eingriffen nicht nur einen Tornado auslösen, sondern viel verheerendere Auswirkungen mit sich bringen und dabei den Goldpreis in ungeahnte Höhen treiben.

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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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