von Jörg Bernhard
Seit Anfang November zog der Palladiumpreis von 600 auf über 700 Dollar an. Damit entwickelte es sich mit einem Jahresgewinn von aktuell 8,1 Prozent sogar besser als Gold (+6,4 Prozent). Aufgrund gestiegener Kosten – vor allem im Lohnsektor – dürfte Südafrika im Jahr 2013 weniger Palladium als bislang erwartet fördern. Auch aus Russland droht ein geringeres Angebot und damit ein steigender Palladiumpreis. Da die Autonachfrage in China und in den USA weiterhin ausgesprochen robust erscheint und die Emissionsvorschriften eher verschärft als gelockert werden dürften, spricht die fundamentale Situation derzeit für einen steigenden Palladiumpreis. Aus charttechnischer Sicht wäre hierfür allerdings ein nachhaltiges Überwinden der Marke von 700 Dollar sehr wichtig.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Palladiumpreis mit etwas höheren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Palladium (März) um 1,35 auf 709,85 Dollar pro Feinunze.
Erdgas: Warten auf den EIA-Bericht
Feiertagsbedingt erfahren die Marktakteure erst am Nachmittag (16.30 Uhr), wie sich die Gasnachfrage und die Lagermengen entwickelt haben. Der fossile Energieträger hat sich in diesem Jahr bislang zwar um über vier Prozent verteuert, die Prognose milden Winterwetters fördert nun aber die Befürchtung, dass der Lagerabbau zu gering ausfallen könnte und dadurch das Überangebot nicht in nennenswertem Umfang reduzieren werde. Dadurch droht dem Gaspreis wie im Vorjahr ein schwacher Jahresstart.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Gaspreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,017 auf 3,395 Dollar pro mmBtu.
Bildquellen: Pro Aurum