von Jörg Bernhard
Aus charttechnischer Sicht steigt bei Palladium nun vor allem eines: die Spannung. Es droht nämlich ein Bruch des kurzfristigen Aufwärtstrendkanals. Seit Ende Oktober bewegt sich das Edelmetall im Zuge sich aufhellender Konjunkturperspektiven und robusten Autoverkäufen außerhalb Europas markant nach oben. Die untere Trendlinie verläuft derzeit bei 720 Dollar. Sollte sie verletzt werden, drohen weitere chartinduzierte Verkäufe.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Palladiumpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Palladium (März) um 14,50 auf 734,55 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Wachsender Verkaufsdruck
Hedgefondsmanager und andere Geldmanager haben ihre Netto-Long-Positionen (optimistische Markterwartung) etwas zurückgefahren. Dies meldete die Londoner Terminbörse ICE zum gestrigen Wochenstart. Vor dem Wochenende brachte der COT-Report (Commitments of Traders) der CFTC bezüglich WTI-Futures ein ähnliches Ergebnis. Nach dem politischen Patt in Italien nahm der Verkaufsdruck zu und bescherte dem Ölpreis nach volatilem Handel Verluste. Am Nachmittag dürften sich die Investoren wieder einmal für den US-Immobilienmarkt verstärkt interessieren: So stehen mit dem FHFA- und dem S&P Case-Shiller-Hauspreisindex gleich zwei Preisbarometer auf der Agenda, bevor dann die Verkaufszahlen neuer US-Eigenheime für den Monat Januar gemeldet werden. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll es eine Erholung von 369.000 auf 381.000 Einheiten gegeben haben.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,64 auf 92,47 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,68 auf 113,76 Dollar zurückfiel.
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