von Jörg Bernhard
Die besonders konjunktursensitiven Schwestermetalle Platin und Palladium profitierten von den sich aufhellenden Wirtschaftsperspektiven Chinas. Kein Wunder, schließlich übertraf der chinesische Handelsbilanzüberschuss für den Monat Dezember mit 31,62 Milliarden Dollar den prognostizierten Erwartungswert um 60 Prozent. Bei den Exporten fiel das Plus in Höhe von 14,1 Prozent um den Faktor drei höher als erwartet aus. Die Angst vor einer harten Landung dürfte damit erst einmal aus der Welt sein.
Am Freitagvormittag präsentierte sich Platin und Palladium mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der Platin-Future (April) um 4,00 auf 1.638,30 Dollar, während sein Pendant auf Palladium (März) um 1,70 auf 700,50 Dollar pro Feinunze zurückfiel.
Rohöl: Saudi-Arabien kürzt Produktion
Im Dezember förderte Saudi-Arabien erheblich weniger Rohöl zu Tage als im Vormonat. Der Rückgang der Tagesproduktion von 9,49 auf 9,025 Millionen Barrel (-4,9 Prozent) stellte das größte Minus seit Januar 2009 dar. Trotz einer verhaltenen Ölnachfrage und einer zunehmenden US-Ölproduktion markierte der Ölpreis ein Viermonatshoch. Während zuletzt aus Europa und China überwiegend besser als erwartete Konjunkturdaten gemeldet wurden, gab es vom US-Arbeitsmarkt eine negative Überraschung. Statt eines erwarteten Rückgangs der Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe von 372.000 auf 362.000 stagnierte die Zahl neuer Arbeitsloser auf einem Niveau von 371.000.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,12 auf 93,70 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,48 auf 111,41 Dollar zurückfiel.
Bildquellen: Pro Aurum