von Jörg Bernhard
Aus charttechnischer Sicht sollte der Preis für das Edelmetall nicht zu sehr unter diesen Bereich fallen. Grund: Bei 1.380 Dollar verläuft nämlich eine ausgesprochen solide Unterstützungszone. Sollte Sie markant unterschritten werden, drohen chartinduzierte Verkäufe. Im Dezember 2011 drehte Platin nach erfolgreichem Test nach oben und verteuerte sich innerhalb von zwei Monaten um mehr als ein Viertel. In den vergangenen drei Monaten gab es drei weitere Tests, denen allerdings deutlich schwächer ausgeprägte Erholungsphasen folgten.
Aus fundamentaler Sicht könnten die anstehenden Konjunkturdaten aus China die notwendigen Impulse für eine stärkere Kursreaktion liefern. Sollte die chinesische Wirtschaft negativ überraschen, droht eine Verkaufswelle, während eine positive Überraschung einen signifikanten Rebound auslösen könnte. Fazit: Fundamental wie charttechnisch ist auf jeden Fall Hochspannung angesagt.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Platinpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.40 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Platin (Oktober) um 3,30 auf 1.405,20 Dollar pro Feinunze.
Ölpreis hält sich wacker
Obwohl die Sorgen um Europa zum Wochenstart nachgelassen haben, litt der Ölpreis unter leichten Gewinnmitnahmen. Alles in allem kann man dem fossilen Energieträger nach dem am Freitag erfolgten Preissprung dennoch relative Stärke attestieren. Weil der internationale Konjunkturkalender in der ersten Wochenhälfte wenig Highlights zu bieten hat, dürfte sich der Dienstagshandel in relativ engen Bahnen bewegen. Lediglich der Wochenbericht des American Petroleum Institute dürfte auf dem Radar der Marktakteure relativ oben angesiedelt sein, schließlich gab es in der Vorwoche einen regelrechten Einbruch der gelagerten Ölmengen um 11,6 Millionen Barrel zu vermelden.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,29 auf 91,91 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,15 auf 109,40 Dollar zurückfiel.
Bildquellen: Heraeus