von Jörg Bernhard
Dabei war wieder einmal die „magnetische Wirkung“ der Marke von 1.700 Dollar zu beobachten. Bei den gestrigen Auseinandersetzungen waren neun Arbeiter durch Gummigeschosse verletzt worden. Auf Seiten der Sicherheitskräfte gab es drei Verletzte. Die Vorfälle ließen die Sorge aufkommen, dass in den kommenden Wochen – wie im vergangenen Jahr – Produktionsausfälle das Geschäft der Minenbetreiber belasten und im Gegenzug der Platinpreis deutlich ansteigen könnte. Die Vorzeichen für die im April und Mai stattfindenden Lohnverhandlungen stehen somit unter keinem guten Stern.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Platinpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Platin (April) um 14,40 auf 1.692,10 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Bank of America – bullish für Brent
Die Analysten der Bank of America prognostizieren steigende Ölpreise – aber nur für die Nordsemmarke Brent.
Bis zum Jahr 2015 rechnen die Rohstoffexperten der US-Investmentbank mit einem zwischen 100 und 130 Dollar schwankenden Brent-Future, der bis 2017 dann auf 175 Dollar ansteigen könnte. Bis dahin schließen sie einen Kurssturz unter die Marke von 80 Dollar aus. Für die US-Sorte WTI sind sie hingegen relativ bearish gestimmt, und führen dies auf eine wachsende Ölproduktion aus Nicht-Opec-Staaten zurück. Der Zuwachs soll sich auf 3,9 Millionen Barrel pro Tag belaufen, wovon 80 Prozent auf den Ölboom in den USA zurückzuführen ist.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (März) um 0,17 auf 96,03 Dollar, während sein Pendant auf Brent (April) um 0,10 auf 117,28 Dollar zurückfiel.
Bildquellen: Heraeus