von Jörg Bernhard
Was sich „verrückt“ anhört, wird unter Politikern und Wirtschaftsexperten ernsthaft diskutiert. Die Idee: Über einen obskuren Gesetzesparagrafen (31 USC Paragraph 5112) könnten die Demokraten in „Eigenregie“ – also ohne Zustimmung der Fed – eine Gedenkmünze aus Platin prägen, sie mit einem extrem hohen Nennwert (zum Beispiel eine Billion Dollar) versehen und danach bei der US-Notenbank Fed wieder in echte Dollars umtauschen, um die laufenden Rechnungen auch nach dem Überschreiten der vom US-Kongress festgelegten Obergrenze für Staatsschulden bezahlen zu können. Dies alles belegt vor allem eines: die Staatsschuldenprobleme sind von einer nachhaltigen Lösung meilenweit entfernt.
Auf den Platinpreis hatte die Diskussion keinen direkten Einfluss. Hier schauen die Marktakteure vor allem auf die wirtschaftlichen Perspektiven – und die haben sich in den vergangenen Tagen tendenziell aufgehellt. Mit Blick auf die Charttechnik droht derzeit wenig Ungemach, schließlich weist der Platinpreis einen Puffer von über 80 Dollar auf, bevor es „gefährlich“ wird. Dies wäre im Bereich von 1.500 Dollar der Fall.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Platinpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Platin (April) um 1,40 auf 1.584,605 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Lagermengen gestiegen
Zur Wochenmitte entwickelte sich der Ölpreis relativ stabil. Am Abend meldete das American Petroleum Institute einen Anstieg der gelagerten Ölmengen um 2,4 Millionen Barrel. Nach einem vor dem Jahreswechsel zu beobachtenden starken Rückgang der Lagerreserven, der vor allem steuerliche Gründe hatte, dürfte es zum Jahresauftakt nun wieder zu einer „Normalisierung“ kommen.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,12 auf 93,03 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,12 auf 111,82 Dollar zurückfiel.
Bildquellen: Heraeus