von Jörg Bernhard
Der zweitgrößte Platinproduzent der Welt, Impala Platinum, stellte am gestrigen Montag einen starken Gewinneinbruch für das erste im Dezember zu Ende gegangene Halbjahr in Aussicht. Mit einer angegebenen Range von 1,20 bis 1,38 Rand wurden der Vorjahreswert (5,73 Rand) wie auch die Prognosen der Analysten verfehlt. Neben Abschreibungen wurden auch die Kostensteigerungen für den Gewinneinbruch verantwortlich gemacht. Diese haben in Südafrika zu diversen Minenschließungen wegen Unrentabilität geführt. Da die Platinnachfrage dank des boomenden Autosektors tendenziell steigen, und die Produktionskapazitäten des weltweit bedeutendsten Herkunftslands (Südafrika) eher sinken dürften, stehen die Zeichen für einen anhaltenden Aufwärtstrend bei Platin nicht schlecht.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Platinpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 15.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Platin (April) um 13,40 auf 1.709,50 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Wichtige Daten in der Pipeline
Diverse US-Konjunkturdaten stehen demnächst zur Bekanntgabe an. Am Abend wird das American Petroleum Institute seinen Wochenbericht zur Lage am Ölmarkt veröffentlichen. Am morgigen Mittwoch dürfte dann die Bekanntgabe der US-Einzelhandelsumsätze für Januar für ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit sorgen. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll sich das Wachstum gegenüber dem Vormonat von plus 0,5 auf plus 0,1 Prozent reduziert haben. So richtig scheint die US-Wirtschaft noch nicht in Tritt zu kommen.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 15.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,40 auf 97,43 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,53 auf 118,66 Dollar anzog.