29.06.2013 08:23
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Verlorener Glanz

Starker Dollar und US-Notenbank setzen Goldpreis unter Druck.
Anleger, die im aktuellen Umfeld auf einen steigenden Goldpreis wetten, müssen schon sehr wagemutig sein. Schließlich spricht einiges dafür, dass die Korrektur am Goldmarkt noch anhalten könnte.
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Trendwende eher unwahrscheinlich Vor allem die zuletzt guten US-Konjunkturdaten und der damit einhergehende starke Dollar könnten den Kurs weiter drücken. Angesichts einer sich abzeichnenden Wirtschaftserholung in den USA wird es zudem immer wahrscheinlicher, dass die Fed in der zweiten Jahreshälfte mit dem Ausstieg aus ihrem Anleiheaufkaufprogramm startet. Folge: Die Inflationsgefahr schwindet und Gold als wertstabile Anlage dürfte dann weniger gefragt sein. Eine Garantie, dass der Goldpreis weiter sinkt, erhalten Anleger aber freilich nicht. Sollte sich etwa abzeichnen, dass die US-Notenbank erst 2014 den Fuß vom Gaspedal nimmt, könnte dies dem Goldpreis noch einmal Rückenwind verleihen.

Gold: Bären geben die Richtung vor

Der Goldpreis kennt kein Halten mehr. Noch schneller als der schon atemberaubende Anstieg war, erfolgt jetzt der Absturz. Der Aufwärtstrend ist lange gefallen, der abwärts gerichtete Trendkanal vom Jahreswechsel ist Geschichte. Danach ging es steiler und steiler abwärts – mit einem kleinen Haken der Hoffnung. Derzeit sieht es so aus, als könnten die gleitenden Durchschnitte gar nicht schnell genug nachlaufen, um eine Pause zu signalisieren.

Bullen haben es schwer

Allerdings kommt jetzt die Marke von 1.250 Dollar in Sicht. Diese könnte den Sturz etwas verlangsamen. Eine wirkliche Auffanglinie aber ist nicht in Sicht.

Kemal Bagci ist Derivate-Spezialist bei der RBS. In dieser Position entwickelt er strukturierte Produktlösungen, unter anderem auf Aktien- und Rohstoffmärkte. Nach seinem Studium in International Finance in Deutschland und den USA stieg er im Jahr 2005 bei der Deutschen Asset Management in London ein. Seit März 2010 ist er bei der RBS in Frankfurt tätig.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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