Nicht nur die Aktienmärkte fuhren in den
vergangenen Monaten Achterbahn. Auch
der Silberpreis wies einen selten da gewesenen
Zickzack-Kurs auf. Unterm Strich
ging es in den zurückliegenden Wochen
und Monaten jedoch deutlich bergab.
Abwärtsrisiken überwiegen
Ein möglicher Grund: Da immer noch
keine Lösung zur Bekämpfung der Euroschuldenkrise
gefunden wurde, wächst die
Furcht vor einer nachhaltigen Konjunkturabkühlung. Silber, das im Gegensatz zu
Gold nicht nur als Wertaufbewahrungsmittel
dient, sondern auch von der Industrie
stark nachgefragt wird, musste daher
zuletzt kräftig Federn lassen. Erschwerend
kommt hinzu, dass sich – auch aufgrund
der Deflations-Politik der EZB – die Refinanzierungssituation
für viele Anleger
verschärft hat. Um sich dringend benötigte
Liquidität zu beschaffen, könnten Investoren
daher gezwungen sein, auch ihre
Silberpositionen zu verkaufen.
Silber: Angekratzt
Das Industrie- und Edelmetall hätte es sich
so leicht machen können. Statt heftig zuckend
über den ende 2008 bis mitte 2010
verfolgten Trendkanal herauszuschießen,
sich in schwindelnde Höhen zu schrauben
und dann heftig abzustürzen, hätte der
Silberpreis auch einfach im Trendkanal
bleiben können. Denn dort ist der Kurs
jetzt wieder angekommen. Nach den Kapriolen
der vergangenen Monate ist allerdings
noch nicht ausgemacht, dass sich der Silberpreis im alten Korridor fangen
wird.
Bullen haben es schwer
Es ist nicht auszuschließen, dass die Bären
nun nachhaltig das Ruder übernehmen,
Spiegelbildlich zu den Aufwärtsbewegungen
seit Ende 2010. Geschieht das, könnte
der Weg nach unten allerdings fast frei
sein. Denn starke Unterstützungen wären
dann nicht in Sicht.

Die RBS zählt zu den Vorreitern im Zertifikatemarkt. Seit 1999 sind wir mit der Derivateabteilung, die für die Emission von Zertifikaten und Strukturierten Produkten verantwortlich ist, in Deutschland aktiv. Zahlreiche Innovationen im schnellwachsenden Zertifikatesegment sind auf uns zurückzuführen. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Internetseite www.rbs.de/markets.
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.