26.07.2013 17:53
Bewerten
 (0)

ROUNDUP/US-Ministerium: Halliburton vernichtete Beweise nach Öl-Katastrophe

    WASHINGTON (dpa-AFX) - Das US-Unternehmen Halliburton Energy Services gesteht nach Angaben des US-Justizministeriums, nach der Katastrophe auf der Ölplattform "Deepwater Horizon" 2010 Beweise vernichtet zu haben. Der Erdöldienstleister, der an den Bohrarbeiten auf der Plattform vor der US-Küste beteiligt war, wolle in einem bevorstehenden Verfahren auf schuldig plädieren, teilte das Ministerium mit. Zudem sei Halliburton bereit, Strafe zu zahlen.

    Das Unternehmen war bei Bohrungen der britischen Ölfirma BP unter anderem an der Mischung des Zements zum Verschließen des Bohrlochs beteiligt. Die Zementmischung spielt eine Schlüsselrolle bei der Frage, wie es zu der Explosion kommen konnte, die im April 2010 die schwerste Ölkatastrophe in der US-Geschichte auslöste.

    Bei den beseitigten Beweisen handele es sich um Ergebnisse von Computersimulationen über die Zementmischung, die in internen Untersuchungen nach der Katastrophe gemacht wurden, teilte das Ministerium am Donnerstag (Ortszeit) weiter mit.

    Bei dem Unfall im Golf von Mexiko kamen elf Arbeiter ums Leben. Drei Monate lang gelang es nicht, das Bohrloch am Meeresgrund zu schließen: Zwischen vier und fünf Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl flossen ins Meer. Weite Teile der US-Golfküste wurden verseucht.

    Halliburton habe sich bereiterklärt, eine Höchststrafe von 200.000 US-Dollar (rund 150.800 Euro) zu zahlen, teilte das Justizministerium weiter mit. Es wolle zudem weiterhin mit den Ermittlern zusammenarbeiten. Halliburton habe bereits freiwillig 55 Millionen Dollar (rund 41,5 Mio Euro) an die National Fish and Wildlife Foundation in den USA gezahlt.

    Der Erdöldienstleister bestätigte, dass es eine Einigung mit dem Ministerium gebe. Im Gegenzug habe die Behörde erklärt, auf weitere Strafverfolgung zu verzichten. Halliburton bezeichnete das eigene Vergehen als "Fehlverhalten".

    Der juristische Streit um die Verantwortung hatte bereits kurz nach der Katastrophe begonnen: BP warf Halliburton vor, dass die verwendete Zementmischung mangelhaft und fehlerhaft gewesen sei. Halliburton habe belastende Testergebnisse verschwinden lassen. Hauptverantwortlich für die Katastrophe ist allerdings BP. Das Unternehmen bezifferte die eigenen Folgekosten - Strafen und Entschädigungen - auf rund 40 Milliarden Dollar (rund 30,2 Mrd Euro)./pm/DP/jha

Artikel empfehlen?
  • Relevant
  • Alle1
  • Medien
  • Agenturen
  • Extern
  • ?
Gold und RohölRohöl: Starke US-Konjunkturdaten verpuffenBei der US-Sorte WTI droht der fünfte Wochenverlust in Folge - und das trotz der am gestrigen Donnerstag gemeldeten überraschend positiven US-Konjunkturdaten.
21.08.14
20.08.14
19.08.14
15.08.14
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.281,234,63
0,36
Kupfer7.088,00123,55
1,78
Ölpreis (WTI)93,610,00
0,00
Silber19,45-0,02
-0,09
Super Benzin1,500,00
0,07
Weizen173,752,50
1,46

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber
1g Goldbarren40,69
0,0
5g Goldbarren169,05
0,0
10g Goldbarren327,75
0,0
1 Uz Goldbarren1.002,59
0,0
Krügerrand1.018,20
0,0
Britannia1.026,35
0,0
Maple Leaf1.015,19
0,0
American Eagle1.024,33
0,0
Zum Edelmetallshop

Heute im Fokus

DAX schließt mit Verlust -- Wall Street uneins -- Air Berlin: Zusammenlegung von Töchtern kein Thema -- Fed-Chefin Yellen bleibt bei Zinserhöhung vage -- Microsoft, RWE, eBay im Fokus

Lufthansa droht Pilotenstreik. Draghi fordert wachstumsfreundlichere Politik. WTO verurteilt Argentiniens Importbeschränkungen. Bundeskartellamt leitet kein Missbrauchsverfahren gegen Google ein. Wirtschaftsprofessor: Mehr Vereine werden BVB folgen. Rocket Internet sichert sich weiteren Aktionär.
Wo wohnt man am teuersten?

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Diese Models verdienten 2014 am meisten

Laut Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig wirken befristete Jobs wie die Anti-Baby-Pille. Sind Sie auch dieser Meinung?
Abstimmen
Direkt zu den Ergebnissen

Anzeige