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21.09.2012 12:49

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RISIKOFREUDE ZURÜCK

Ölpreise mit Gewinnen zum Wochenausklang


Die Ölpreise haben am Freitag Gewinne verzeichnet. Nach den heftigen Abschlägen im Wochenverlauf sei die Gegenbewegung jedoch zu erwarten gewesen, sagten Experten.

Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 110,47 US-Dollar. Das waren 44 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI (West Texas Intermediate) zur Oktober-Lieferung stieg um 63 Cent auf 93,05 Dollar.

    Die Risikofreude an den Finanzmärkten erhielt zum Wochenausklang Auftrieb, wovon auch die Ölpreise profitieren konnten. Händler nannten Hoffnungen auf eine Einigung auf ein Sparpaket in Griechenland als Ursache. Auch die Spekulationen um einen weiteren Schuldenerlass für Athen hätten zur Entspannung beigetragen.

 Nach heftigen Verlusten seit Wochenbeginn war es an den Ölmärkten am Nachmittag des Vortags zu einer Trendwende gekommen. Nach Einschätzung von Commerzbank-Experte Eugen Weinberg liegt der Grund für die Preiserholung in den Risiken von Produktionsausfällen. Zum einen bestehe die Gefahr, dass sich die weitere Erholung von Libyens Ölsektor verzögert, weil es nach dem Anschlag in der letzten Woche zunehmend schwierig werde, ausländische Arbeiter für die Ölindustrie im Land zu gewinnen. Zum anderen verzögerten sich im Oktober einige Öl-Lieferungen aus der Nordsee, weil sich die Produktion nicht ganz so schnell normalisiere wie geplant.

   Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist deutlich gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 105,88 Dollar. Das waren 2,55 Dollar weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX)

Bildquellen: iStock

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