von Jörg Bernhard
Die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) ging allerdings leicht zurück und ermäßigte sich im Berichtszeitraum (10. bis 17. Januar) von 1,389 auf 1,381 Millionen (-0,6 Prozent). Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten ging es zum vierten Mal in Folge nach oben. Sie erhöhte sich von 195.395 auf 203.116 Kontrakte (+4,0 Prozent). Noch optimistischer waren die Spekulanten zuletzt Anfang Juni 2011. Die wachsende Zuversicht war in erster Linie den Großspekulanten (Non-Commercials) zu verdanken, deren Netto-Long-Position von 159.348 auf 171.226 Kontrakte (+7,5 Prozent) anzog. Bei den Kleinspekulanten (Non- Reportables) ging es sogar deutlich bergab. Ihre Netto-Long-Position reduzierte sich von 36.047 auf 31.890 Kontrakte (-11,5 Prozent).
WTI-Rohöl: Wieder unter 100 Dollar
Vor dem Wochenende fiel der Future auf WTI wieder in den zweistelligen Bereich. Anzeichen von Entspannung im Streit zwischen dem Iran und dem Westen haben die Sorgen um eine Blockade der Straße von Hormus abklingen lassen. Daran konnten auch positive Konjunkturdaten in den USA sowie die Hoffnung auf eine Einigung Griechenlands mit seinen Gläubigern nichts ändern. Vor allem der am Donnerstag gemeldete Rutsch der Neuanträge auf das niedrigste Niveau seit vier Jahren lässt für die US-Wirtschaft in einem guten Licht dastehen. Für den Ölpreis ist die USA extrem wichtig, schließlich wird dort mehr als ein Fünftel des globalen Ölangebots verbraucht. Laut einer Bloomberg-Umfrage rechnet eine Mehrheit von 45 Prozent der Befragten in der kommenden Woche mit steigenden Notierungen, während 38 Prozent ein Absinken des Ölpreises wahrscheinlicher halten. Die weitere Entwicklung im griechischen Schuldendrama dürfte an den Energiemärkten eine große Rolle spielen. In der zweiten Wochenhälfte stehen dann in den USA wichtige Konjunkturindikatoren zur Bekanntgabe an.
Bildquellen: istockphoto