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30.01.2012 15:10

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ROHÖL, SILBER UND GOLD

Nachfrageboom bei Gold- und Silbermünzen



Physische Nachfrage bei Gold und Silber extrem hoch
Der Januar war gekennzeichnet von einem regelrechten Run der Anleger auf Gold- und Silbermünzen.

von Jörg Bernhard

Die US-Münzprägeanstalt verkaufte im ersten Monat des Jahres bislang über 114.000 Feinunzen in Form von American Eagles-Münzen. Dies stellt das höchste Niveau seit 12 Monaten dar. Und auch die silberne American Eagles-Version war stark gefragt. Mit fast 5,7 Millionen Feinunzen gab es auch hier ein neues 52-Wochenhoch. Ein ähnlicher Trend ist auch in Australien zu beobachten, wo die australische Münzprägeanstalt (Perth Mint) in hohem Maße nach Europa liefert. Im Dezember und Januar übertrafen die dortigen Umsätze an Gold- und Silbermünzen das vergleichbare Vorjahresniveau um 80 bzw. 100 Prozent. Fazit: Auf die langfristig orientierten physischen Goldkäufe scheint Verlass zu sein. Immer, wenn das gelbe Edelmetall unter Preisdruck gerät, springen sie als „Schnäppchenjäger“ in die Bresche und verhindern Schlimmeres. Ein Trendwechsel nach unten scheint weiterhin relativ unwahrscheinlich zu sein.

Am Montagnachmittag präsentierte sich sowohl Gold als auch Silber mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 5,00 auf 1.730,40 Dollar und sein Pendant auf Silber (März) um 0,465 auf 33,325 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Warten auf den EU-Krisengipfel

Europa hält die Märkte weiterhin in Atem. Der am Vormittag veröffentlichte Index zur Stimmung unter europäischen Konsumenten und in der europäischen Wirtschaft fiel im Januar etwas schwächer als erwartet aus. Nun warten die Akteure an den Energiemärkten auf etwaige Ergebnisse des heutigen EU-Krisengipfels in Brüssel. Eine Einigung hinsichtlich des geplanten Schuldenschnitts in Griechenland lässt ebenfalls auf sich warten.

Am Montagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit rückläufigen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,56 auf 99,00 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,16 auf 111,30 Dollar zurückfiel.

Bildquellen: Julian Mezger

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