von Jörg Bernhard
Neue Impulse könnte der Wochenbericht der US-Energiebehörde liefern, der um 16.30 Uhr veröffentlicht wird. Das am Vorabend erfolgte Update des American Petroleum Institute fiel mit einem Lagerschwund von sechs Millionen Barrel relativ „bullish“ aus. Doch vor dem Rohölbericht stehen noch die Juliverkäufe existierender US-Eigenheime zur Bekanntgabe an. Hier deuten die Zeichen auf einen sich entspannenden US-Immobilienmarkt hin. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll es gegenüber dem Vormonat einen Anstieg von 4,37 auf 4,50 Millionen Einheiten gegeben haben. Am Abend muss dann noch das Fed-Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung verdaut werden. An den Märkten greift mehr und mehr die Meinung durch, dass die Hilfe der Notenbanken demnächst beschlossen werden könnte. Deshalb werden derzeit fleißig „Vorschusslorbeeren“ verteilt.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,36 auf 96,48 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,79 auf 113,85 Dollar zurückfiel.
Mais und Sojabohnen unter Rekordhochs
Eine viertägige Inspektionstour mit Dutzenden von Investoren, Farmern und Agrarrohstoffanalysten durch wichtige US-Anbauregionen von Mais und Sojabohnen verlief ausgesprochen negativ. Obwohl einige Felder von der extremen Dürre verschont blieben, zeigten sich die meisten Tourmitglieder enttäuscht über den Zustand der Pflanzen und kommunizierten dies dank der Errungenschaften moderner Kommunikationstechnologie umgehend an die Märkte. Dort reagierten die Akteure mit umfangreichen Käufen und trieben Mais auf und Sojabohnen in die Nähe ihrer Rekordstände.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich beide Agrarrohstoffe mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige Kontrakt auf Mais um 4,20 auf 827,00 US-Cents, während sein Pendant auf Sojabohnen um 8,20 auf 1.745,20 US-Cents pro Scheffel zurückfiel.
Bildquellen: iStock