von Jörg Bernhard
Die gemeldete Arbeitslosenrate in Höhe von 8,3 Prozent fiel zwar etwas schlechter, die von 80.000 auf 163.000 angestiegene Anzahl neuer Jobs aber deutlich besser als erwartet aus. Vor dem Gang ins Wochenende dürften sich die Marktakteure nun noch für den ISM-Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungssektors (16.00 Uhr) interessieren. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll es hier lediglich einen leichten Rückgang von 52,1 auf 52,0 Punkte gegeben haben. In der kommenden Woche stehen wichtige Konjunkturdaten aus China zur Bekanntgabe an. Da die Chinesen in der Vergangenheit bei der Ölnachfrage besonders stark zulegten, sollten sie hier nicht zu sehr nachlassen. Derzeit scheint der Ölpreis aber nicht sonderlich labil zu sein, schließlich überstand er die große EZB-Enttäuschung relativ souverän.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 1,20 auf 88,33 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,83 auf 106,73 Dollar anzog.
Erdgas: Absturz nach Lagerdaten verdaut
Nach dem gestrigen EIA-Wochenbericht zum Erdgasmarkt stürzte der Preis für US-Erdgas wieder unter die Marke von drei Dollar. Das überraschend hohe Lagerplus von 28 Milliarden Kubikfuß war für den Absacker verantwortlich gemacht worden. Eine Woche zuvor lag dieser Wert bei lediglich 26 Milliarden Kubikfuß und von Bloomberg befragte Analysten waren im Durchschnitt von einem Zuwachs um 20 Milliarden Kubikfuß ausgegangen. Der Tagesverlust in Höhe von 7,9 Prozent erwies sich als stärkster Preissturz seit September 2009.
Am Freitagnachmittag zeigte sich der Gaspreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,034 auf 2,886 Dollar pro mmBtu.
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