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16.08.2012 15:30

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ROHÖL UND ERDGAS

Rohöl: US-Konjunktur liefert keine Impulse



Ölpreis: Ruhiger Handel in engen Bahnen
Nach den am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten ging es mit dem Ölpreis nur temporär bergauf.

von Jörg Bernhard

Bei den Baubeginnen wurde der laut einer Bloomberg-Umfrage von Analysten prognostizierte Erwartungswert mit 746.000 leicht unterschritten. Der gemeldete Anstieg von 361.000 auf 366.000 Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel marginal schlechter aus. Insgesamt fällt auf, dass der Spread zwischen der US-Sorte WTI und der Nordseemarke Brent beträchtlich angestiegen ist. Aktuell beläuft sie sich – bedingt durch die Angst vor einer Verschärfung der Krise im Mittleren Osten – auf fast 22 Dollar. Zur Erinnerung: Anfang Juli lag der Spread bei lediglich 13 Dollar.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 15.20 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,16 auf 94,49 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,24 auf 116,01 Dollar zurückfiel.

US-Erdgas: Wetterbedingter Rückschlag

Bei den Futures auf US-Erdgas steigt die Spannung. Grund: Aufgrund der Prognose niedrigerer Temperaturen droht ein Test des charttechnischen Bodens bei 2,70 Dollar.
Wenn das Wetter in weiten Teilen der USA in den kommenden Tagen und Wochen signifikant kühler ausfallen sollte, werden mit Gas betriebene Elektrizitätswerke ihre Nachfrage zurückfahren, weil die Klimaanlagen nicht mehr auf Hochtouren laufen werden. Am Nachmittag steht zudem der Erdgas-Wochenbericht des US-Energieministeriums zur Bekanntgabe an. In der Vergangenheit reagierte der Gaspreis darauf häufig besonders heftig. Für Anleger, die nichtsdestotrotz einen Trendwechsel nach oben erwarten, gibt es derzeit allerdings ein massives Contango-Problem. Das heißt: Kontrakte mit längerer Laufzeit kosten deutlich mehr als der nächstfällige Future. So übertrifft zum Beispiel der Henry-Hub-Future mit Fälligkeit im September 2013 den nächstfälligen Kontrakt um mehr als 27 Prozent. Die dadurch bedingten Rollverluste erschweren das Erzielen von Gewinnen mit Gas.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Gaspreis mit etwas höheren Notierungen. Bis gegen 15.20 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,015 auf 2,763 Dollar pro mmBtu.

Bildquellen: Huyangshu / Shutterstock.com

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