von Jörg Bernhard
In diesem Zusammenhang ist vor allem der Ifo-Geschäftsklimaindex (April) von Bedeutung. Er wird um 10.00 Uhr veröffentlicht und soll sowohl bei der Bewertung der Lage als auch bei der Einstufung der Perspektiven leicht rückläufig sein. Innerhalb Europas dürfte die deutsche Wirtschaft weiterhin einen robusten Eindruck hinterlassen. Dies nützt den Ländern im Süden Europas allerdings kaum. Während sie unter einer schwachen Wirtschaft und hohen Zinsen leiden, geht es Deutschland relativ gut – noch. Auch im Rest der Welt überwiegen beim Blick auf die BIP-Wachstumsraten eindeutig die positiven Vorzeichen. Vor allem die Nordseemarke Brent geriet in den vergangenen vier Wochen spürbar unter Druck und musste ein Minus von sechs Prozent hinnehmen, während die US-Sorte mit einem deutlich geringeren Rücksetzer in Höhe von drei Prozent davonkam. Die Akteure an den Terminmärkten wurden zuletzt skeptischer. Dies dürfte der für den Abend erwartete COT-Report (Commitments of Traders) der CFTC einmal mehr belegen. Seit Mitte März ging es mit der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer wie kleiner Spekulanten steil bergab, und zwar von 278.617 auf 225.118 Futures (-20.0 Prozent).
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (Mai) um 0,48 auf 102,75 Dollar, während sein Pendant auf Brent (Juni) um 0,32 auf 118,32 Dollar anzog.
Silber: Die Spannung steigt
Aus charttechnischer Sicht steigt bei Silber die Spannung. Grund: Die bei 31 Dollar verlaufende Unterstützungszone, die im Dezember schon einmal gebrochen worden war, ist akut gefährdet.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Silberpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Silber (Mai) um 0,041 auf 31,82 Dollar pro Feinunze.