von Jörg Bernhard
Charles Plosser, der Chef der Philadelphia Fed, nahm den Marktakteuren am Donnerstag die Hoffnung, dass die dritte Runde quantitativer Lockerungsmaßnahmen die US-Wirtschaft und den Arbeitsmarkt ankurbeln könnte. An den Rohstoffmärkten scheint das billige Geld eher in Gold und Silber zu fließen, die lediglich leichte technische Korrekturen verkraften mussten. Vor diesem Hintergrund sehen die Investoren vor allem das nachlassende Wirtschaftswachstum in China und in USA als Problem. Am Nachmittag könnte der Wochenbericht der US-Energiebehörde (16.30 Uhr) für Impulse sorgen. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten wird mit einem Anstieg der gelagerten Ölmengen um 1,9 Millionen Barrel gerechnet. Dieselbe Tendenz wird auch für Benzin und Heizöl bzw. Diesel prognostiziert, wenngleich das Plus mit jeweils 500.000 Barrel eher moderat ausfallen soll.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 1,18 auf 90,19 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,45 auf 109,00 Dollar zurückfiel.
Gold: Unsicherheitsfaktor Südafrika
Dem Goldpreis kann man derzeit trotz des aktuellen Rücksetzers etwas relative Stärke attestieren. Während Aktien- und Energiemärkte heftige Kurseinbrüche verbuchen, ging es mit dem gelben Edelmetall nicht ganz so deutlich bergab. Mitverantwortlich für diese Tendenz war auch die Meldung, dass Anglo Gold Ashanti seine Goldförderung in Südafrika streikbedingt einstellen musste. Das Unternehmen gilt derzeit immerhin als drittgrößter Goldproduzent der Welt. Vor diesem Hintergrund scheinen direkte Goldinvestment aussichtsreicher zu sein, schließlich könnte die Rentabilität von Minenunternehmen bei ähnlich üppigen Gehaltserhöhungen wie in der Platinindustrie in Mitleidenschaft gezogen werden. Wer hingegen auf Gold oder entsprechende Derivate gesetzt hat, kann ohne wenn und aber vom am Goldpreis partizipieren.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 18,00 auf 1.748,40 Dollar pro Feinunze.
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