07.12.2012 08:13
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Rohöl: Bodenbildung auf gedrücktem Niveau

Rohöl: Bodenbildung auf gedrücktem Niveau
Rohöl und Gold
Vor dem Wochenende hellt sich bei Rohöl die Stimmung auf und fördert dadurch auf dem reduzierten Preisniveau eine erfolgreiche Bodenbildung.
von Jörg Bernhard

Zum jeweiligen Jahreshoch fehlt sowohl der Nordseemarke Brent (120,74 Prozent) als auch der US-Sorte WTI (109,72 Prozent) noch ein gutes Stück. Erhebliche Überproduktion und ein nachlassendes Nachfragewachstum sind hierfür maßgeblich verantwortlich. Während in Europa mittlerweile auch die EZB für das kommende Jahr eine Rezession erwartet, fallen die Wachstumsraten in China und in den USA relativ üppig aus – noch. Die Sorge, dass die US-Konjunktur fiskalklippen-bedingt abstürzen könnte, schürt Ängste, dass dann andere Volkswirtschaften mit in die Tiefe gerissen werden. In der Finanzwelt gewinnt die Nordseemarke Brent mehr und mehr an Bedeutung – selbst die US-Energiebehörde bezieht sich bei ihren Prognosen mittlerweile auf Brent-Rohöl. Über kurz oder lang dürfte die Nordseemarke mit Blick auf den Open Interest und den Futures-Umsätzen die bis dato noch führende US-Sorte WTI ablösen. Auch im S&P / GSCI nimmt das Gewicht von Brent zu, während der Anteil von WTI zurückgefahren wird. 2013 soll sich eine Brent-Quote von 22,34 Prozent (2012: 18,35 Prozent) ergeben, wobei das Gewicht von WTI auf 24,71 Prozent (2012: 30,96 Prozent) reduziert wird.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,31 auf 86,57 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,31 auf 107,34 Dollar anzog.

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Gold: Marke von 1.700 Dollar zurückerobert

EZB-Chef Mario Draghi hat mit seinen Andeutungen, dass weitere Zinssenkungen möglich seien, dem Goldpreis wieder über die Marke von 1.700 Dollar verholfen. Billiges Geld lässt Gold im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren attraktiv erscheinen, weil in diesem Fall die Opportunitätskosten – also der Verzicht auf Zinsen – kaum ins Gewicht fällt.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 2,10 auf 1.703,90 Dollar pro Feinunze.

Bildquellen: ssuaphotos / Shutterstock.com
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Griechenland will sich nicht an IWF-Zahlungsfrist halten. Agrarkonzern Monsanto verdient weniger und wird wegen Dollarstärke vorsichtig. USA: Erstmals seit einem Jahr weniger als 200 000 neue Jobs im Privatsektor. Ölpreise im Minus - Opec erhöht Produktion.

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